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Wahlen in Neuseeland

Neuseelands Konservative können weiter regieren

Die Aufholjagd von Neuseelands sozialdemokratischer Herausforderin war beeindruckend und machte die Wahl spannend. Am Ende siegt doch noch der konservative Ministerpräsident, er braucht aber einen Partner.

Neuseeland Wahl Premierminister Bill English (picture-alliance/AP Photo/New Zealand Herald/D. Sherring)

Der konservative Ministerpräsident Bill English braucht einen Koalitionspartner

Jacinda Ardern hatte dem Wahlkampf in Neuseeland auf den letzten Metern neuen Schwung verliehen. Erst seit Anfang August führt die 37-jährige Labour-Politikerin die größte Oppositionspartei an, die bis dahin in einem Umfragetief dümpelte. Ardern schaffte die Trendwende und erzielte in Umfragen Zustimmungswerte von bis zu 44 Prozent. In Wählerstimmen ummünzen konnte sie diese Werte allerdings nicht.

Neuseeland Kandidatin Jacinda Ardern (Getty Images/F. Goodall)

Jacinca Ardern von der Labour-Partei hatte im Wahlkampf mächtig aufgeholt

Knapp 36 Prozent der neuseeländischen Wähler stimmten bei der Parlamentswahl für Labour, die regierenden Konservativen unter Ministerpräsident Bill English schafften gut 46 Prozent. Zur Mehrheit der Sitze im Parlament reicht dies allerdings nicht.

English ist damit auf einen Koalitionspartner angewiesen. Und das ist möglicherweise die rechtspopulistische Anti-Einwanderungs-Partei New Zealand First (NZF, Neuseeland Zuerst), die 7,5 Prozent der abgegebenen Stimmen erhielt. Die Grünen kommen auf 5,8 Prozent. Sie hatten eine Koalition mit den Konservativen im Wahlkampf allerdings ausgeschlossen.

Die Konservativen sind in dem Pazifikstaat mit nur 4,7 Millionen Einwohnern bereits seit 2008 an der Regierung. Für die Mehrheit im Parlament sind 61 von 120 Sitzen erforderlich. Neben der Einwanderungspolitik beherrschten auch die steigenden Mieten und Immobilienpreise den Wahlkampf.

rb/as (ap, dpa, rtr)