Neuseeland ist Rugby-Weltmeister | Sport | DW | 31.10.2015
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Sport

Neuseeland ist Rugby-Weltmeister

Das gab´s noch nie: Neuseeland gelingt als erstem Team die Titelverteidigung bei einer Rugby-WM. Beim Finale in London gewinnen die "All Blacks" das Duell mit Australien klar.

Titelverteidiger Neuseeland ist zum dritten Mal Rugby-Weltmeister. Die "All Blacks" setzten sich im Traum-Finale im Rugby-Tempel Twickenham in London deutlich mit 34:17 (14:3) gegen Australien durch und verteidigten damit als erste Mannschaft seit der WM-Premiere 1987 ihren Titel erfolgreich. Mit dem dritten WM-Erfolg ist Neuseeland nun alleiniger Rekord-Weltmeister.

"Das ist Wahnsinn, wir sind so stolz", sagte Neuseelands Kapitän Richie McCaw, während seine Landsleute am anderen Ende der Welt um kurz vor sieben Uhr am Sonntagmorgen eine Riesen-Party feierten. Prinz Harry, Ehrenpräsident des englischen Rugby-Verbandes, klatschte auf der Tribüne Beifall und überreichte dem alten und neuen Weltmeister die "Webb-Ellis-Trophäe".

"Wir haben ein gutes Finale gespielt, aber das bessere Team hat gewonnen. Das muss man einfach so sagen", befand Australiens Spielführer Stephen Moore, nachdem die sechswöchige Rugby-Party in England und Wales für seine Mannschaft kein gutes Ende gefunden hatte.

Carter herausragend

Vor 81.605 Zuschauern dominierten die All Blacks, die vor Spielbeginn erneut ihren berühmt-berüchtigen Haka-Tanz aufführten, vor allem in den ersten 40 Minuten. Ein Try von Nehe Milner-Skudder und elf weitere Punkte von Dan Carter, der in seinem 112. und letzten Länderspiel mit insgesamt 19 Zählern überragender Spieler der Partie war, sorgten für die deutliche Halbzeitführung. Carter hat in seiner Nationalmannschafts-Karriere damit 1598 Punkte gesammelt - so viele wie kein Spieler vor ihm.

Nach der Pause konnten die "Wallabies" kurzzeitig für ein offenes Match sorgen. Der Versuch von Beauden Barrett zum 32:17 machte dann aber in der zweiten Halbzeit alles klar für die favorisierten Neuseeländer, die 1987 bei der ersten WM und 2011 im eigenen Land den Titel geholt hatten.

Erstmals waren bei dieser achten Weltmeistschaft alle europäischen Mannschaften spätestens im Viertelfinale ausgeschieden. Den dritten Platz hatten am Freitag die Südafrikaner mit einem Sieg gegen Argentinien belegt. Die WM 2019 findet in Japan statt. Dass dann das Rugby-Entwicklungsland Deutschland dabei sei wird, ist eher unwahrscheinlich. Die Deutschen waren im Mai 2014 gegen Russland in der WM-Qualifikation ausgeschieden.

to/sn (sid, dpa)

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