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Sport

Neureuther verpasst Sieg im Slalom-Weltcup

Der Slalomspezialist hadert mit dem Kurs in Lenzerheide, fährt aber dennoch auf den zweiten Platz. Besser ist nur Marcel Hirscher, der sich den Slalom-Weltcup sichert. Im Biathlon darf ein Franzose jubeln.

Skirennfahrer Felix Neureuther hat sich den Traum von der kleinen Kristallkugel für den besten Slalomfahrer der Saison nicht erfüllen können. Als Zweiter im letzten Weltcuprennen des Olympia-Winters musste sich der 29-Jährige dem Österreicher Marcel Hirscher geschlagen geben – sowohl in der Tageswertung, als auch im Slalom-Weltcup. Hirscher, der zuvor bereits den Gesamt-Weltcup gewonnen hatte, zog durch seinen fünften Saisonsieg mit 15 Zählern Vorsprung wieder an Neureuther vorbei. Rang drei beim Weltcupfinale auf der Lenzerheide ging an Olympiasieger Mario Matt aus Österreich. Fritz Dopfer war im ersten Durchgang in der Schweiz mit Zwischenbestzeit ausgeschieden.

Vor dem ersten Durchgang hatte die anspruchsvolle Kurssetzung für Ärger gesorgt. Ausgerechnet der Trainer von Hirscher war diesmal für die Anordnung der Tore verantwortlich, die er perfekt für seinen Athleten ausrichtete. Neureuther sah sich und andere Fahrer benachteiligt. Dennoch kam er im ersten Lauf gut durch die Tore und legte auch im zweiten Durchgang ein gutes Rennen hin. Entscheidend für den zweiten Platz war ein kleiner Fahrfehler kurz vor dem Ziel.

"Insgesamt kann ich mit der Saison sehr zufrieden sein", sagte Neureuther anschließend im ARD-Interview und räumte ein: "Marcel hat verdient gewonnen. Es war im zweiten Lauf ja noch alles drin, aber da war Marcel einfach besser." Im Hinblick auf seine Zukunft im Weltcupzirkus machte Neureuther seinen Fans Hoffnung. Nachdem in den vergangenen Tagen sogar über ein mögliches Karriereende Neureuthers spekuliert worden war, ließ er nun verlauten: "Ich probiere es wahrscheinlich nochmal."

Fenninger krönt perfekte Saison

Den Sieg im Riesenslalom der Damen in Lenzerheide und damit auch die kleine Kristallkugel holte sich Anna Fenninger. Rang eins im Gesamtweltcup war der Österreicherin schon vor dem Wettkampf nicht mehr zu nehmen. Tageszweite in der Schweiz wurde mit 0,25 Sekunden Rückstand Fenningers Teamkollegin Eva-Maria Brehm vor Jessica Lindell-Vikarby aus Schweden. Viktoria Rebensburg beendete das letzte Weltcup-Rennen des Olympia-Winters auf Rang zehn.

Fourcade sichert sich Gesamt-Weltcup

Martin Fourcade am Schießstand (Foto: dpa)

Fourcade reichte ein zweiter Platz

Im Biathlon hat Martin Fourcade zum dritten Mal in Folge den Gesamt-Weltcup gewonnen. Dem Doppel-Olympiasieger aus Frankreich reichte beim vorletzten Weltcup-Wochenende in Kontiolahti Platz zwei in der Verfolgung über 12,5 Kilometer, um vor dem Saisonfinale in der kommenden Woche in Oslo nicht mehr von Platz eins verdrängt werden zu können. Fourcades ärgster Verfolger Emil Hegle Svendsen aus Norwegen gab das Rennen nach dem dritten Schießen entnervt auf, weil er bis zu diesem Zeitpunkt bereits neun Schießfehler gesammelt hatte und weit zurück lag. Seinen dritten Sieg im dritten Rennen in Kontiolahti sicherte sich der Norweger Johannes Thingnes Bö. Dritter wurde der Schwede Björn Ferry. Bester Deutscher war Benedikt Doll auf Platz sieben.

Bei den Frauen landete Andrea Henkel im Verfolgungsrennen über zehn Kilometer nach acht Schießfehlern nur auf den 34. Platz. Sie war als Achte ins Rennen gegangen. Den Sieg sicherte sich die Finnin Kaisa Mäkäräinen, die bei ihrem Heim-Weltcup zuvor bereits beide Sprintrennen gewonnen hatte. Sie setzte sich trotz zweier Strafrunden vor Dreifach-Olympiasiegerin Darja Domratschewa aus Weißrussland und der Russin Olga Saizewa durch.

Johaug triumphiert

Therese Johaug (Foto: AFP PHOTO/JONATHAN NACKSTRAND)

Weltcupsiegerin Therese Johaug

Die viermalige Skilanglauf-Weltmeisterin Therese Johaug aus Norwegen hat erstmals den Gesamt-Weltcup gewonnen. Die 25-Jährige gewann beim Saisonfinale im schwedischen Falun das entscheidende Verfolgungsrennen über 10 Kilometer im freien Stil vor ihrer Landsfrau Marit Björgen. Johaug lag in der Endabrechnung mit 51 Punkten vor Björgen. Beste Deutsche war in ihrem letzten Weltcup-Rennen Katrin Zeller auf Rang 19. Stefanie Böhler wurde 21., Sandra Ringwald kam auf Platz 26. Denise Herrmann blieb als 31. ohne Punkte und fiel im Gesamtweltcup noch um zwei Plätze auf Rang neun zurück.

Absage besiegelt Erfolg der deutschen Kombinierer

Gar nicht an den Start konnten die Kombinierer gehen. Zu starker Wind sorgte für die Absage der Mannschaftsentscheidung beim Weltcup im schwedischen Falun. Nach mehrmaliger Verschiebung sagte die Jury das Springen von der kleinen Schanze ab. Damit steht die deutsche Mannschaft als Sieger im Nationencup fest. Das Team von Bundestrainer Hermann Weinbuch hatte vor dem letzten Saison-Wettbewerb 98 Punkte Vorsprung auf Norwegen und holte sich damit den Gesamtsieg. Die Gesamtwertung im Einzelweltcup hatte sich bereits zuvor Olympiasieger Eric Frenzel aus Oberwiesenthal vor dem Oberstdorfer Johannes Rydzek gesichert.

Zu starker Wind bei Skiflug-WM

Auch der Teamwettbewerb der Skiflug-WM ist dem Wind zum Opfer gefallen. Böen von bis zu 70 Stundenkilometern ließen im tschechischen Harrachov erneut keinen Durchgang zu. "Das ist schade für die Veranstalter, aber dies ist nun einmal eine Freiluftsportart", sagte FIS-Renndirektor Walter Hofer. Da die Vorhersagen keine Besserung versprachen, kam auch der Montag (17.03.2014) als möglicher Ausweichtermin nicht in Frage. Schon tags zuvor waren die letzten Durchgänge des Einzelspringens wegen des Sturms abgesagt worden, neuer Weltmeister wurde Severin Freund dank seiner guten Flüge am Freitag.

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