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USA

Neun Verletzte bei Angriff mit Messer und Auto an Universität in Ohio

Tatort war der Campus der Ohio State University in der US-Stadt Columbus. Ein Mann fuhr zunächst mit einem Auto in eine Gruppe Fußgänger und ging anschließend mit einem Schlachtermesser auf Passanten los.

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Amoklauf an US-Uni

Mit einem Schlachtermesser hat ein Mann auf dem Campus der State University im US-Bundesstaat Ohio mehrere Menschen verletzt. Zuvor war er in eine Gruppe Fußgänger gefahren. Der Mann sei binnen weniger als einer Minute von einem herbeigeeilten Polizisten niedergeschossen und getötet worden, teilte die Polizei in Columbus (Ohio) wenige Stunden nach der Tat mit. Nach Angaben der Universität war der Angreifer ein 28 Jahre alter Mann somalischer Abstammung, der an der Einrichtung studiert hatte.  

Neun Menschen seien mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden, sagte der Präsident der Universität, Michael Drake. Einige wurden wegen Stich- oder Schnittverletzungen behandelt, andere wegen orthopädischen Verletzungen aufgrund des Zusammenpralls mit dem Auto. Der Campus war am Vormittag (Ortszeit) mehr als eine Stunde lang abgeriegelt worden. Die Suche nach einem möglichen Mittäter sei aber ergebnislos verlaufen, sagte Ohios Polizeichef Craig Stone.

Die Behörden machten zunächst keine Angaben zu einem möglichen Motiv für die Tat, schlossen aber einen terroristischen Hintergrund nicht aus. In jedem Fall sei die Tat absichtlich verübt worden. US-Präsident Barack Obama ließ sich über die Lage in Ohio informieren, wie sein Sprecher Josh Earnest mitteilte. Die Bundespolizei FBI schaltete sich in die Ermittlungen ein. Unklar war zunächst die Identität des Täters. Medienberichte, wonach es sich um eine Studenten der Universität handelte, wurden zunächst nicht bestätigt. Die Universitätsleitung hatte am Morgen eine Warnung herausgegeben: Die Studenten auf dem Campus sollten fliehen, sich verstecken und kämpfen. Um das Universitätsgelände hatten sich unzählige Polizisten und weitere Einsatzkräfte postiert. Die Ohio State University mit ihren 60.000 Studenten auf dem Hauptcampus in Columbus ist eine der größten Hochschulen in den Vereinigten Staaten.

In den USA hatte es in den vergangenen Jahren häufiger Schießereien an Schulen und öffentlichen Einrichtungen gegeben. Bei dem bislang blutigsten Amoklauf an einer US Hochschule starben im Jahr 2007 an der Virginia Tech in Blacksburg mindestens 33 Menschen, darunter der Täter.

rk/jj/sti (afp,dpa, ap)

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