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Politik

Neues Ziel im Anti-Terror-Krieg?

Seit Wochen plädieren Hardliner in Washington dafür, den Kampf gegen den Terrorismus auf den Irak auszudehnen. Doch ein solcher Angriff wäre ein amerikanischer Alleingang.

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Saddam Hussein

Immer wieder ist die Rede von einem möglichen militärischen Angriff auf den Irak - ganz egal, ob sich eine Verbindung des Regimes von Saddam Hussein zu den Anschlägen in New York und Washington nachweisen lasse oder nicht. Hardliner sprechen vom Begleichen alter Rechnungen und davon, dass jetzt eine gute Gelegenheit gekommen sei, Saddam Hussein endlich zu beseitigen. Doch es gibt auch ein anderes Lager in der amerikanischen Hauptstadt, dessen prominenteste Figur Außenminister Colin Powell ist. Er warnte vor voreiligem Handeln und setzte sich damit bis jetzt durch.

Keine Beweise gegen den Irak

Beweise für eine tatsächliche Verwicklung Saddam Husseins in die Vorbereitungen der Anschläge legten die Amerikaner bisher nicht vor. Doch nachdem der Krieg in Afghanistan eine für die USA so positive Wendung genommen hat, werden die Stimmen in Washington wieder lauter, die fordern, neben Afghanistan auch weitere Länder im Kampf gegen den Terror ins Visier zu nehmen. Am Montag (26.11.2001) nährte US-Präsident George W. Bush persönlich die Spekulationen, ein Angriff auf den Irak könne bald bevorstehen:

"Wenn Staaten Massenvernichtungswaffen entwickeln, um damit andere Nationen zu terrorisieren, dann wird man sie zur Verantwortung ziehen. Was Saddam Hussein angeht, so muss er die Inspektoren zurück in sein Land lassen, um uns zu beweisen, dass er keine Massenvernichtungswaffen herstellt."

Wenn er das verweigere, werde er schon herausfinden, was passiere, so Bush mit unmissverständlich drohendem Unterton.