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Politik

Neues Video von deutscher Geisel in Afghanistan veröffentlicht

Von Rudolf B. gibt es ein neues Lebenszeichen: In einem Video bittet er die Bundesregierung und die afghanische Regierung, sich verstärkt für seine Freilassung einzusetzen. Eine neue mediale Offensive der Geiselnehmer.

Der Krisenstab des Auswärtigen Amts in Berlin (Archivbild, AP)

Kein Kommentar: Der Krisenstab des Auswärtigen Amts in Berlin

Auf den Bildern, die der Fernsehnachrichtenagentur APTN am Montag (9.10.2007) vorlagen, ist Rudolf B. offenbar in einer einfachen Hütte zu sehen. Es gehe im körperlich schlecht und ein afghanischer Arzt habe ihn behandelt, sagt der 62-Jährige.

Öffentlichkeitsstrategie der Entführer

Die Regierungen in Berlin und Kabul bat er sich darum zu bemühen, dass er von den Taliban vor Wintereinbruch freigelassen werde. Die Entführer hätten ihm erlaubt, mit seinem Sohn in Deutschland und mit mehreren Zeitungen zu telefonieren.

Ein Mitarbeiter der unabhängigen afghanischen Nachrichtenagentur Padschhwok berichtet, die deutsche Geisel und weitere fünf Gefangene am Sonntag besucht zu haben. Auf der Internetseite der Nachrichtenagentur berichtete der Journalist, Rudolf B. werde derzeit in einem dunklen und kalten Raum festgehalten und hätte nur eine einzige Decke zur Verfügung. Hier könne man nur schwer überleben, wird Rudolf B. in dem Bericht zitiert. Bewaffnete Männer würden die Geiseln bewachen.

Krisenstab um Freilassung bemüht

Mitarbeiter des Krisenstabs (Archivbild, dpa)

Mitarbeiter des Krisenstabs in Berlin

Dem Bericht zufolge werden Rudolf B. und die anderen fünf Geiseln in einer Gebirgsregion in der südlichen Provinz Ghasni festgehalten. Das Auswärtige Amt wollte sich nicht zu dem Bericht äußern und teilte lediglich mit, der Krisenstab werde sich weiter um die Freilassung der Geisel bemühen.

Rudolf B. wurde zusammen mit seinem Kollegen Rüdiger D. am 18. Juli 2007 in der Provinz Wardak verschleppt. Rüdiger D. erlitt in der Gefangenschaft einen Schwächeanfall und wurde erschossen. Die Entführer haben bereits mehrmals gedroht, die übrigen Geiseln zu töten, falls die deutschen Truppen nicht aus Afghanistan abgezogen werden. Außerdem fordern sie die Freilassung von in Afghanistan festgenommenen Taliban. (vem)

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