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Fokus Osteuropa

Neues SOS-Kinderdorf in Belarus

In Mogilew ist das dritte SOS-Kinderdorf in Belarus eröffnet worden. Es soll 90 belarussischen Waisen eine neue Heimat bieten. Das Projekt wird hauptsächlich durch private Spenden aus Deutschland finanziert.

Zwei Häuser des neuen SOS-Kinderdorfes in Mogilew (Foto: DW)

In jedem Haus werden sieben Waisen leben

Das SOS-Kinderdorf in Mogliew besteht aus 13 neuen Häusern, es ist umzäunt und wird ständig bewacht. Neben den zweigeschossigen Häusern gibt es dort ein Gasthaus sowie ein Bürogebäude. Alle Häuser sind mit Haushaltsgeräten und umweltfreundlichen Möbeln ausgestattet. Das SOS-Kinderdorf ist auf 90 Personen ausgerichtet. In jedem der Häuser sollen jeweils sieben Waisen untergebracht werden.

Sergej Schestopalow sitzt an seinem Bürotisch (Foto:DW)

Sergej Schestopalow sucht weitere Mitarbeiterinnen

Kinderdorfmütter gesucht

Dem stellvertretenden Leiter des SOS-Kinderdorfs in Mogilew, Sergej Schestopalow, zufolge arbeiten in dem Dorf bislang nur fünf SOS-Kinderdorfmütter, was viel zu wenig ist. Deswegen würden weitere geeignete Mitarbeiterinnen gesucht. Die Anforderungen an die SOS-Kinderdorfmütter seien aber sehr streng, berichtet Schestopalow gegenüber der Deutschen Welle. Beworben hätten sich ursprünglich insgesamt 700 Frauen aus dem ganzen Land, aber nur wenige von ihnen hätten den Anforderungen genügt.

Kinderdorfmutter Alla und zwei Waisen (Foto: DW)

Kinderdorfmutter Alla umsorgt die Waisen

So ist beispielsweise die Kinderdorfmutter Alla aus dem Gebiet Grodno nach Mogilew gekommen, um in einem der Häuser mit drei Kindern zu leben. "Zuerst muss man das Leben hier im Kinderdorf ausprobieren, erst dann kann man wirklich sagen, ob man hier auch arbeiten kann", sagte sie im Gespräch mit der Deutschen Welle. Man müsse den Kinder das Gefühl geben, ihre Mutter zu sein, betonte sie. Ansonsten sei alles so, wie auch bei anderen Familien zu Hause, man müsse Essen zubereiten, die Kinder in die Schule schicken und bei den Hausaufgaben helfen, berichtete die Kinderdorfmutter.

Spenden aus Deutschland

In den Bau des SOS-Kinderdorfes in Mogilew wurden mehr als zwei Millionen Euro investiert. Das Geld stammt vor allem aus Deutschland. Das Dorf in Mogilew ist das dritte derartige Projekt der internationalen Hilfsorganisation SOS-Kinderdorf in Belarus. Insgesamt sollen bis zum Jahr 2016 in der Region Mogilew sieben ähnliche Projekte realisiert werden.

Autor: Alexander Burakow / Markian Ostaptschuk
Redaktion: Gero Rueter