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Reise

Neues Luther-Museum

In Mansfeld im Südharz öffnet am Samstag ein neues Luther-Museum. Der Neubau wurde direkt gegenüber dem früheren Elternhaus des berühmten Reformers Martin Luther errichtet.

Das Elternhaus des Reformators Martin Luther (1483-1546) in Mansfeld in Sachsen-Anhalt steht ab Samstag als Museum Besuchern offen. Der alte Vierseithof wurde in den vergangenen zwei Jahren für 3,5 Millionen Euro saniert und um einen Neubau erweitert, wie die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt am Donnerstag bekanntgab. Gemeinsam mit den Gedenkstätten in Eisleben und Wittenberg sei Luthers Biografie nun insgesamt im Ursprungsland der Reformation erlebbar.

In Wittenberg schrieb der Reformator Martin Luther mit seinem Thesenanschlag 1517 zwar Weltgeschichte - doch sein Herz schlug bis zum Schluss laut Experten für seine Heimat Mansfeld. "Es ist der erste Ort, der weltweit einzige Ort, an dem Luthers Kindheit und Jugend präsentiert werden in all ihren Facetten", sagt der Direktor der Stiftung, Stefan Rhein.

Auf rund 600 Quadratmetern zeigt die Dauerschau in dem neuen Museumskomplex unter dem Titel "Ich bin ein Mansfeldisch Kind" rund 230 Objekte. In moderner Form und Architektur werden das Leben und der Alltag der Familie gezeigt. Bei den ausgestellten archäologischen Funden aus Mansfeld, darunter Knochenreste, Geschirr und Schmuck, sei Verblüffendes ans Licht gekommen, sagt der Kurator der Schau, Christian Philipsen: "Singvögel standen auch auf dem Speiseplan der Familie Luther." Diese galten damals als Delikatesse: "Luthers Elternhaus war durchaus wohlhabend." Davon zeugten auch Funde von Geschirr und Gläsern aus Böhmen.

2017 jährt sich der Wittenberger Thesenanschlag zum 500. Mal. Das neue Museum ist das fünfte, das die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt betreibt. Die Gedenkstätten gehören zum Unesco-Welterbe.

cdei (epd, kna, dpa)