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Politik

Neues Bekennervideo zu Anschlägen in London

El-Kaida hat sich zu den Anschlägen in London bekannt und weitere Anschläge angekündigt. Der Nachrichtensender Al-Dschasira strahlte ein Video aus, in dem einer der Attentäter und der Terrorist al-Sawahiri zu sehen sind.

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Ein Sicherheitsfoto von Sidiq Khan

Der pakistanische Attentäter Mohammed Sadiq Khan, der sich am 7. Juli an der Londoner U-Bahn Haltestelle Edgware Road in die Luft gesprengt hatte, erklärte auf dem vorher aufgenommenen Band in einer Art Terroristen-Testament, die Menschen im Westen seien selbst schuld an den Anschlägen in London, in Madrid und auch am Terrorakt des 11. September 2001, da sie Regierungen gewählt hätten, "die Verbrechen gegen die Menschlichkeit begehen".

Er fühle sich verpflichtet, den Islam gegen "demokratisch gewählte Regierungen" zu verteidigen, sagte Khan. "Bis ihr nicht die Bombardierungen, Gas-Angriffe, Verhaftungen und Folter (von Moslems) stoppt, werden wir nicht unseren Kampf beenden", sagte der 30-Jährige auf Englisch mit einem starken Yorkshire-Akzent. "Wir befinden uns im Krieg und ich bin ein Soldat", fügte er hinzu. "Ich und Tausende wie ich haben alles aufgegeben, um dem einen Gott zu dienen." Er sei überzeugt, dass er nach seiner Tat ins Paradies gelangen werde.

Neue Anschläge angekündigt

Al-Sawahiri kündigte seinerseits neue Anschläge in Europa an und erklärte, die Menschen in Europa spürten nun, dass es ein Fehler gewesen sei, dass ihre Regierungen den von Osama bin Laden vor rund einem Jahr angebotenen "Waffenstillstand" abgelehnt hätten. Der Ägypter und der pakistanische Attentäter sind auf dem Videoband nicht gemeinsam zu sehen, sondern beide Aufnahmen wurden auf eine Kassette zusammen geschnitten.

Die britische Regierung lehnte eine Stellungnahme zu dem Videoband ab. Wie der britische Fernsehsender BBC berichtete, will das Außenministerium in London keinen Kommentar zu dem Video abgeben. Scotland Yard erklärte, die Polizei habe von dem Band Kenntnis. Die Informationen würden in die Ermittlungen von Scotland Yard zu den Anschlägen Eingang finden, hieß es in britischen Medienberichten in der Nacht zum Freitag. Laut BBC sehen britische Anti-Terror-Spezialisten das Band nicht als überzeugenden Beweis dafür an, dass die El Kaida-Führung die Anschläge direkt befohlen hätte.

Bereits mehrere Gruppen haben sich im Namen von El-Kaida zu den Anschlägen am 7. Juli auf einen Bus und drei U-Bahnzüge in London bekannt. 56 Menschen wurden dabei getötet und 700 weitere verletzt. Alle vier Attentäter stammten aus Pakistan und lebten in Großbritannien. (sams)

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