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Welt

Neues aus der Redaktion

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Zwei afghanische Kollegen unter sich: Lamia Ahmadzai und Ratbil Shamel bei der Koproduktion.

  • Juni 2005

    Eine Afghanin auf Bildungsreise in Deutschland

    Nach achtstündiger Verspätung ist es geschafft! Lamia Ahmadzai, unsere Koproduzentin aus Kabul, ist sicher auf dem Frankfurter Flughafen gelandet. Müde und erschöpft wirkt sie, als sich die automatischen Schiebetüren öffnen und der Blick auf eine zierliche Mittdreißigerin fällt, die ganz in Schwarz gekleidet noch ein wenig unsicher auf die vielen Wartenden in der Halle blickt. Ich halte ein Schild mit ihrem Namen hoch, will sie abholen und nach Bonn ins Hotel bringen. Doch Lamia kommt nicht dazu, nach mir Ausschau zu halten: Zwei Frauen stürzen auf sie zu und nehmen sie gleich in die Arme. Wie sich herausstellt, hat Lamia vor dem Abflug ihre Freundinnen vom Besuch in Deutschland informiert. Nun liegen sie sich in den Armen: Freundinnen, die sich seit über 12 Jahren nicht mehr gesehen haben. Da fließen Freudentränen, alle Zeichen von Erschöpfung auf Lamias Gesicht sind wie weggeblasen. Und trotz der späten Stunde will der Redefluss zwischen den Frauen kein Ende nehmen...

    Lamia Ahmadzai ist Redakteurin bei RTA, dem staatlichen Rundfunksender Afghanistans in Kabul. Dort arbeitet sie vorwiegend für Jugend- und Frauenprogramme. Der Besuch in Deutschland ist für Lamia erst die zweite Auslandsreise in ihrem Leben. Die erste Reise hatte sie nach Bangkok geführt, wo sie an einem von der Deutschen Welle organisierten Workshop zum Thema "Herausforderung Gleichberechtigung" teilnahm. Ihr Engagement und Enthusiasmus hatte uns imponiert, so dass wir sie zu einer Radio-Koproduktion nach Deutschland einluden. Das Thema: Bildungschancen im Zeitalter der Globalisierung.

    Dass auch Deutschland Probleme im Bildungsbereich hat, weiss man spätestens seit der PISA-Studie. Wie diese Problem auf jemanden wirken, in dessen Land viele nicht einmal lesen und schreiben können, ist eine der spannenden Fragen dieser Koproduktion. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Ratbil Shamel aus der Dari-Redaktion der DW geht Lamia nun auf Spurensuche. Die Erkenntnisse aus Gesprächen mit Kindern, Lehrern, Eltern und Bildungsexperten wollen die beiden Reporter in eine halbstündige Sendung fassen. Zu hören sein wird diese Produktion über DW Radio und liegt anschließend auf unserer Internetseite als Audiodatei und in Manuskriptform vor.

    Peter Koppen

    • Juni 2004

      Silbermedaille der ‘New York International Radio Festivals’ für Hörfunk-Koproduktionsserie

      Erneut ist die Redaktion ‘Internationale Koproduktionen' beim renommierten New Yorker Radio Festival ausgezeichnet worden. Diesmal ging Silber an die Serie 'Die Ostsee im Wandel’, eine Gemeinschaftsproduktion von Deutsche Welle und Partnerstationen in St. Petersburg, Kaliningrad und Litauen. Mit diesem Preis ist die Redaktion bereits zum dritten Mal in Folge in New York erfolgreich.

      Die in der Feature-Serie ausgezeichneten Halbstunden-Programme befassen sich mit Umweltverschmutzung und Naturschutz in verschiedenen Ostsee-Anrainerstaaten. Die Serie zeichnet ein Bild von der Ostsee und den Menschen zwischen ökonomischem Fortschritt und ökologischem Bewusstsein. Lange Zeit war die Ostsee eines der am stärksten verschmutzten Meere der Welt. Heute werden Millionen in den Umweltschutz investiert. Finanziell unterstützt wurde die Koproduktionsserie von der Europäischen Union.
      Die Deutsche Welle musste sich im Wettbewerb gegen harte internationale Konkurrenz behaupten: Unter den 500 Einsendungen aus 18 Ländern waren Programme von Radio Netherlands, Australian Broadcasting und BBC World Service.

      Die Autoren der in der Serie prämierten Programme sind für die Deutsche Welle Anastassia Boutsko, Tania Krämer und Vladimir Müller, für die Partnerstationen Vaida Pilibaityté (Litauischer Rundfunk), Anastassia Tultschinskaja (Radio GTRK St. Petersburg) und KollegInnen von Radio Baltic Plus in Kaliningrad.
      Radio-Produktionen unserer Redaktion haben in den letzten Jahren bei den ‘New York International Radio Festivals’ u.a. einmal die Gold- und einmal die Bronzemedaille gewonnen sowie den Sonderpreis der Vereinten Nationen in Silber und Bronze.
      Erst 2003 wurde die Koproduktion "Leben mit der Erinnerung - Ruanda auf der Suche nach Versöhnung und Gerechtigkeit" in der Kategorie "Nationale und Internationale Angelegenheiten" die Silber-Medaille der UNO verliehen. Die UNO zeichnet damit Produktionen aus, die die Ziele der Organisation in besonderer Weise berücksichtigen.

      Die Autorinnen Flavia Salafina (ORINFOR, Kigali) und Tania Krämer (Deutsche Welle) produzierten die Sendung in Ruanda im Rahmen der 12teiligen Serie "Konflikte – Wege aus der Krise".
      In dem 30-Minuten-Feature kommen Täter und Zeugen des Völkermords zu Wort. Im Mittelpunkt der Sendung steht die Frage, wie die Menschen die Schrecken des Bürgerkriegs verarbeiten können, um gemeinsam eine Zukunft für Ruanda aufzubauen.

      Die ausgezeichneten Produktionen zur Ostsee können Sie weiter unten als Manuskript und Audiodatei abrufen - sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache. Und auch die nomminierte Sendung aus Ruanda finden Sie am Ende dieser Seite unter der Rubrik "Unsere Serien" - "Konflikte - Wege aus der Krise".

      Peter Koppen

      • März 2004

        Wie können wir Radioprogramme zum Thema Gleichberechtigung so interessant gestalten, dass auch Männer zuhören ? Und sich auch der Vorteile gleichberechtigter, gebildeter Frauen bewusst werden ?

        Darüber diskutierten Journalistinnen von elf Radiosendern aus zehn Ländern in einem Workshop in Bangkok gemeinsam mit vielen Expertinnen und Politikerinnen. Das Fazit der einwöchigen Arbeit: Es hilft nichts, wenn wir tolle Programme von Frauen für Frauen machen. Auch die Männer müssen sich angesprochen fühlen. Zum Beispiel, wenn in den Beiträgen von Gewalt gegen Frauen berichtet wird. Oder wenn es um Gesundheit, Bildung, Beruf und Karriere oder Frauen in der Politik geht. Pünktlich zum Weltfrauentag am 8. März wurde der Workshop, der von der Redaktion Internationale Kopoduktionen organisiert worden war, an der Eliteuniversität Chulalongkorn im Herzen von Bangkok und im Beisein des deutschen Botschafters und der UNIFEM-Regionaldirektorin eröffnet. Besonderes Highlight des Workshops: Zum ersten Mal seit vielen Jahren war auch eine Kollegin aus Afghanistan dabei. Und mit ihr Journalistinnen aus Bangladesch, China, Indien, Pakistan, den Philippinen, Ruanda, Südafrika, Thailand und der Deutschen Welle.
        Dem Workshop soll ab dem Jahr 2005 eine Koproduktionsserie folgen. Der Titel der Serie: "Die Situation von Frauen - Herausforderung Gleichberechtigung" Gemeinsam mit den in Bangkok vertretenen Sendern sollen Sendungen entstehen, die sich mit ganz unterschiedlichen Aspekten der Gleichberechtigung und den damit verbundenen Chancen für Männer und Frauen befassen.

        Sabine Hartert, Leiterin Int. Koproduktionen

        • Oktober 2003

          Steht der Osten Deutschlands noch für Fremdenfeindlichkeit? Für viele Menschen außerhalb Europas sehr wohl. Der Tourismus kommt daher auch nur schwer in Gang. Doch stimmt dieses Klischee noch immer?

          Für die Koproduktion "Herausforderung Tourismus" oder "Changing Face: How Tourism Helps to Renew the Image of East Germany" bereisten wir, mein Kollege Archibald Gordon von Radio Jamaica und ich Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Rostock, die Seebäder Heiligendamm und Kühlungsborn, Rügen, aber auch Potsdam und Wittenberg waren einige unserer Stationen. Denn jeder Ort steht für eine spezielle Form des Tourismus, z.B. Rügen für unberührte Natur, die Ostseebäder für Wellness und Wassersport und Potsdam für Kulturgeschichte und Citytourismus. Die verwunschenen Alleen, Rügens Kreidefelsen oder die Parkanlagen von Sanssouci faszinierten uns besonders. Mein jamaikanischer Kollege nannte sie "memories for a lifetime":

          Zu Beginn unserer Reise hatten wir allerdings einige Bedenken, abseits der großen Attraktionen übers Land zu fahren. Wie würden uns die Menschen dort empfangen? Wir hatten Glück. Zwar sprach kaum jemand Englisch, doch alle bemühten sich, uns freundlich weiterzuhelfen. Wir führten aber auch Interviews an Schulen, und da sah die Situation anders aus. Schüler und Lehrer berichteten uns von Fremdenfeindlichkeit in den Klassen und in ihrer Stadt. Ostdeutschland hat also immer noch zwei Gesichter. Auch wenn das hässlichere den meisten Touristen verborgen bleibt.

          Priya Esselborn (Deutsche Welle)

          • Juni 2003

            "Beim Trinkwasser geht alles den Bach hinunter"

            "Wurden Sie schon einmal durch das monotone, unablässige Tropfen eines Wasserhahns an den Rand des Wahnsinns getrieben? Eines nicht so fernen Tages werden Sie wahrscheinlich glücklich sein, dieses Geräusch hören zu können. Denn bereits heute ist Trinkwasser in vielen Teilen der Erde ein wertvolles Luxusgut."

            So beginnt unsere Sendung über Wasserprobleme in Jamika, einem Stadtviertel der indonesischen Drei-Millionen-Stadt Bandung. Und so startet jetzt auch eine CD-ROM, die das Landesinstitut Schule in Bremen (LIS) und die Redaktion Internationale Koproduktionen der DW gemeinsam für den Schulunterricht in der Sekundarstufe und zum Einsatz im Unterricht an beruflichen Schulen entwickelt haben.

            Das Informations- und Lernprogramm zum Thema "Trinkwasser in Indonesien" basiert auf dem Hörfunkfeature, das zusammen mit dem indonesischen Sender Radio Mara produziert wurde.

            Schulen und Institute sowie andere Interessierte finden die CD-ROM im Internet unter www.projekt-trinkwasser.de. (Noch mehr Informationen erhalten Sie, wenn Sie am Ende dieser Seite auf "Indonesien - Wasser für Jamika" klicken. Die Sendung ist Teil unserer Serie "Wasser – glasklar?" .)

            • Mai 2003

              Atemberaubende Landschaften und ein Land im Aufbruch - diese Eindrücke hat unser Kollege Juvenal Rodrigues von Mosambik gewonnen. Aber auch die Not der Menschen dort hat ihn tief berührt.

              Wo wir alle mal gerne Urlaub machen würden, hat er drei Wochen verbracht. Doch ein Urlaub war diese Reise für Juvenal Rodrigues bestimmt nicht. Denn er hat mit einheimischen Kollegen von Rádio Moçambique in dem ostafrikanischen Land zum Thema "Herausforderung Tourismus" recherchiert. Das Ergebnis dieser Zusammen-arbeit ist eine 30-minütige Sendung, die bei unserem Partnersender auf Portugiesisch produziert wurde. Für die Deutsche Welle ist eine deutsche Version bereits in Planung. In einem kleinen Interview hat uns Juvenal Rodrigues von seinen Erfahrungen in Mosambik erzählt:

              Ist Mosambik für Touristen ein Geheimtipp?

              Auf jeden Fall ist der Tourismus in Mosambik ein Riesenmarkt und diese Branche wächst rasant. Besonders für Ökotouristen ist das Land interessant. Viele ausländische Firmen investieren nun dort. Deshalb fließt langsam Geld in das Land, was ich sehr positiv finde. Ich selbst war ganz fasziniert von der wunderschönen Landschaft. An der Grenze zu Simbabwe gibt es Orte, wo man das Gefühl hat, dass die Zeit still steht und sich nichts verändert hat. Dort fällt der ganze Stress von einem ab und man kann alles vergessen. Auch die Menschen sind unglaublich freundlich.

              War es für Ihre Arbeit von Vorteil, dass Sie selbst Afrikaner sind?

              Ich komme aus St. Tomé, das ist eine Insel vor Westafrika. Deshalb war es für mich insofern einfacher, als dass ich die sozialen und wirtschaftlichen Probleme besser nachvollziehen konnte als vielleicht ein Europäer. Man muss schon sehr flexibel sein und Geduld haben, wenn die Dinge nicht gleich so funktionieren, wie sie es tun sollten. Und das ist leider oft der Fall. Dies ist für Europäer möglicherweise schwerer zu begreifen, weil sie diese Art zu arbeiten und zu leben nicht gewöhnt sind. Die Probleme fangen ja schon beim Transport an. Andererseits, die Menschen machen keinen Unterschied, ob man nun Europäer oder Afrikaner ist - da gibt es keine Erinnerungen an die Kolonialzeit.

              Gab es etwas, was sie sehr bedrückt hat?

              Sehr bedrückend war für mich die Kinderarbeit. Ich habe so viele Kinder gesehen, die schon in jungen Jahren arbeiten mussten. Insgesamt gibt es sehr viele soziale Probleme. Mein Eindruck ist, dass die Regierung unbedingt die Situation der Kinder verbessern und die drängendsten sozialen und wirtschaftlichen Probleme in den Griff bekommen muss. Sonst wird sich die Lage Mosambiks in Zukunft nicht ändern.

              (Das Interview führte Priya Esselborn)

              • Februar 2003

                Weise und entspannt kam sie aus Thailand zurück – unsere Kollegin Deanne Corbett, und begeistert von der Warmherzigkeit der Menschen.

                Drei Wochen hatte sie gemeinsam mit einer thailändischen Kollegin von Chulalongkorn University Radio, Bangkok, in dem südostasiatischen Land zum Thema "Herausforderung Tourismus" recherchiert und bei unserem Partnersender produziert. Ihre Eindrücke sind noch ganz frisch:

                "Thailand is, above all, a welcoming country, as I was to learn in a variety of ways. Immediately upon arrival at Bangkok's busy airport, customs officials offer visitors a bowl of sweets to choose from. But surely, that's just a government initiative, I thought. Thailand is, after all, striving to become the top tourist destination in Asia. But heartfelt welcomes, delivered with a graceful bow or "wai" and the famous Thai smile, met me everywhere I traveled. From the food vendors on Bangkok's crowded sidewalks who encouraged me to sample their wares, to a baby elephant who gave a respectful little curtsey after posing for a photograph. But the most memorable welcome was in a language mysterious even to my Thai colleague. In the remote village of Mae Kam Pong in Thailand's mountainous north, a complete stranger chanted a Pali blessing as we knelt around a floral centerpiece and held a "sacred string" in our hands -- a welcome ceremony, as has been practiced in this village for hundreds of years. When the chanting stopped, the string was tied round our wrists to form bracelets which we proudly wore until they turned ragged, and had to be removed." Deanne Corbett

                (Thailand ist in erster Linie ein Land, das den Besucher wirklich willkommen heißt. Das habe ich auf mannigfaltige Weise erfahren. Zuerst bei meiner Ankunft auf dem quirligen Flughafen von Bangkok, auf dem das Leben rund um die Uhr pulsiert, als mir die Zollbeamten eine riesige Schüssel mit Bonbons entgegenhielten. Eine Initiative der Regierung, dachte ich, denn Thailand will ja den ersten Platz unter den Tourismuszielen in Asien erobern. Aber die herzlichen Begrüßungen, dokumentiert durch den "Wai", also die freundliche Verbeugung oder das berühmte Lächeln der Thai, begegneten mir überall im Lande. Egal, ob es die Straßenverkäufer waren, die mir ihre Waren anboten und mich zum Probieren verlockten oder der Babyelefant, der einen graziösen Knicks machte, um sich fürs Fotografieren zu bedanken. Die beeindruckendste Begrüßung aber erlebte ich im Norden Thailands, in den Bergen. Dort, im Dorf Mae Kam Pong wurden meine Kollegin und ich in einer Sprache begrüßt, die selbst für Thai ein Mysterium ist: Pali, die Sprache in der die ersten buddhistischen Texte aufgeschrieben wurden. Ein uns völlig Fremder intonierte einen Segenswunsch auf Pali, während wir vor einer Blumendekoration niederknieten - eine Zeremonie, die hier in Mae Kam Pong seit Jahrhunderten praktiziert wird. Das Baumwollband, das wir bis dahin in den Händen gehalten hatten, wurde uns nun wie ein Armband um das Handgelenk gebunden. Lange noch trug ich es - voller Stolz - bis es völlig abgenutzt war. – Übersetzung: S. Hartert)

                Neugierig geworden? Hören Sie doch einmal hinein in unsere Sendungen. Sie finden sie unter der Serie "Herausforderung Tourismus".

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