1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Wirtschaft

Neues Öl-Leck sprudelt im Golf von Mexiko

Ein Schiff rammte vor Louisiana eine alte Öl-Plattform und ließ eine 30 Meter hohe Fontäne von Öl und Gas in die Höhe schiessen. Der neue Ölteppich ist bislang 1,6 Kilometer lang und 50 Meter breit.

Ölplattform im Golf von Mexiko mit Ölfontäne (Foto: AP)

Die gerammte Plattform war seit 2008 nicht mehr in Betrieb

Aus der 2008 stillgelegten Plattform sei eine unbekannte Menge Öl ins Meer geströmt, sagte am Mittwoch (28.07.2010) der Einsatzleiter der US-Regierung im Kampf gegen die Ölpest im Golf, Admiral Thad Allen. Auf der Wasseroberfläche habe sich ein "leichter Film" gebildet.

Tausende Schiffe im Einsatz

Admiral Thad Allen (Foto: AP)

Kämpft gegen die Ölpest im Golf: Admiral Allen

Auf den Vorfall sei schnell reagiert worden, weil in der Region wegen der bereits seit drei Monaten herrschenden Ölpest Tausende Schiffe im Einsatz seien, sagte er. Um die Unfallstelle auf dem Wasser herum sei eine rund zwei Kilometer lange Begrenzung ausgelegt worden, die das Rohöl eindämmen soll. Als Besitzer des Bohrlochs sei das Unternehmen Cedyco identifiziert worden, teilte die Küstenwache mit. Eine Stellungnahme habe es bislang jedoch noch nicht gegeben.

Das Leck befindet sich in der Barataria-Bucht rund 100 Kilometer südlich von New Orleans. Die Küste von Louisiana ist in weiten Teilen bereits mit Öl verschmutzt, das in den vergangenen drei Monaten aus dem Leck der explodierten BP-Plattform "Deepwater Horizon" in mehr als 1500 Metern Tiefe ausgetreten war.

Ölverschmutzte Vögel (Foto: AP)

Tiere können der Ölpest kaum entrinnen

Schlamm und Zement ins Bohrloch

Bei der geplanten Versiegelung der BP-Ölquelle rund 60 Kilometer vor der Küste Louisianas läuft nach Angaben von Allen unterdessen alles nach Plan. Es bleibe beim angepeilten Datum, am 2. August Schlamm und Zement von oben in das Bohrloch zu pumpen. Fünf Tage später sei eine ähnliche Prozedur von unten am Ursprung der Quelle vier Kilometer unter dem Meeresgrund vorgesehen.

Autor: Gerd Winkelmann (dpa, rtr)
Redaktion: Annamaria Sigrist

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema