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Fußball

Neuer: "Wir sind keine Rekordjäger"

Das DFB-Team bereits sich auf das EM-Achtelfinale gegen die Slowakei vor. Torwart Manuel Neuer sieht die Mannschaft auf dem richtigen Weg. Hinter dem Einsatz von Abwehrchef Jerome Boateng steht noch ein Fragezeichen.

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Deutschland vor dem Achtelfinale

Manuel Neuer ist auf dem Weg zu einem neuen Rekord. Das Spiel gegen Nordirland war die vierte Partie in Folge, in der der Welttorhüter kein Gegentor hinnehmen musste. Die deutsche Bestmarke liegt mehr als 50 Jahre zurück. Damals blieb die Nationalmannschaft sechs Spiele in Folge ohne Gegentreffer. "Wir versuchen, Ergebnisfußball zu spielen, vor allem jetzt in der K.o-Phase und wollen einfach erfolgreich spielen", sagte Neuer. "Wir wollen eine gute Defensivleistung zeigen und auch gegen die Slowakei zu Null spielen." Die Mannschaft und er persönlich seien aber keine "Rekordjäger". Wer das Tor verteidigen soll, steht allerdings noch nicht fest, denn gerade die Abwehr der DFB-Elf bereitet Bundestrainer Joachim Löw momentan einige Sorgen.

Der Grund: Jerome Boateng leidet an einer Wadenblessur und konnte die vergangenen Tage nur individuell trainieren. Am Freitag stieg er ins leichte Lauftraining ein und versuchte seine Muskeln auf dem Ergometer zu lockern. Ein Einsatz am Sonntag im Achtelfinale gegen die Slowakei (21 Uhr MESZ, ab 20:45 Uhr im DW-Liveticker) ist noch ungewiss. "Das Wichtigste ist, dass er in seinen Körper hineinhorcht. Natürlich sind wir froh, wenn Jerome dabei ist, aber es geht auch darum, dass er wirklich spielen kann", meint Neuer: "Ich glaube, dass Ehrgeiz der falsche Ratgeber ist." Der Welttorhüter ist sich aber sicher, dass Boateng bis Sonntag rechtzeitig fit wird.

Verlängerte Trainingseinheit

Neuer blickt dem Duell um den Einzug ins Viertelfinale gelassen entgegen. Auf dem Trainingsplatz und auch auf der Pressekonferenz gab sich der Welttorhüter betont locker. Die Mannschaft sei absolut im Soll, ließ er die versammelten Medienvertreter wissen. "Es ist natürlich so, dass man, wenn man gegen Mannschaften wie Nordirland oder die Ukraine gewinnt, keinen Hurra-Schrei loslässt", analysierte er. "Aber wir sind auch eine Mannschaft, die sich auf den Punkt konzentrieren kann. Das hat man bei den meisten Turnieren gesehen. Ich denke, dass wir zu 100 Prozent da sind und auch wissen, was jetzt von uns verlangt wird."

Jerome Boateng in Evian mit DFB-Fitnesstrainer Shad Forsythe. Foto: dpa-pa

Jerome Boateng dreht in Evian mit DFB-Fitnesstrainer Shad Forsythe seine Runden

Man werde die Slowakei auf keinen Fall unterschätzen, betonte Neuer. Dementsprechend ließ Löw sein Team heute länger als gewohnt trainieren. "Natürlich hat man in den K.o-Spielen eine andere Drucksituation, aber für mich gibt es da keinen Unterschied", sagte der Torwart vom FC Bayern München. "Ich möchte meiner Mannschaft helfen und versuche, jeden Ball zu halten. Ich möchte immer das Beste rausholen."

"Er hat das cool und abgeklärt gemacht"

Ob Abwehrspezialist Boateng vor Neuer in der Abwehrkette steht oder nicht, entscheidet sich wahrscheinlich erst kurz vor dem Spiel. Die anderen Positionen dagegen sind wohl vergeben. Besonders Joshua Kimmich hat beim

1:0-Erfolg gegen Nordirland

einen

positiven Eindruck beim Bundestrainer hinterlassen.

Mit guten Offensivaktionen brachte er die tiefstehende gegnerische Abwehr immer wieder durcheinander. Auch gegen die defensiv erwarteten Slowaken dürfte Kimmich somit seine Chance erhalten.

Die FC-Bayern-Kollegen Thomas Müller und Manuel Neuer sind für den 21-Jährigen so etwas wie Mentoren im Kreise der Nationalmannschaft. "Ich freue mich immer, wenn Manu oder Thomas mir einen Tipp geben und ich versuche, das dann auch anzunehmen und umzusetzen", sagte Kimmich. Von Ersatzkapitän Neuer bekam der Defensivallrounder positives Feedback. "Er hat das cool und abgeklärt gemacht", lobte der Torhüter seinen Vordermann. Mentale und sportliche Unterstützung könnte die Nationalmannschaft am Sonntag auch wieder durch Bastian Schweinsteiger erhalten. Der Mittelfeldstratege sei auf einem guten Weg zurück in die Startelf,

schürte Co-Trainer Marcus Sorg die Hoffnungen auf ein Comeback.

Schweinsteiger würde dann wohl für den momentan etwas schwächelnden Sami Khedira ins Team kommen.

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