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Wissen & Umwelt

Neuer Sensor verrät exzessiven Lebensstil

Der Morgen danach: den Kater verdrängen wir nur zu gerne und Kopfweh wird mit Aspirin bekämpft. Nur unsere Haut gibt darüber Auskunft, wie ungesund die feuchtfröhliche Nacht tatsächlich war.

Sensormessung am Handballen (Foto: Uwe Zucchi dpa/lhe)

In der letzten Nacht einen über den Durst getrunken? Der Sensor verrät es

Wie ungesund unsere Lebensgewohnheiten wirklich sind verrät unsere Haut. Forscher der Berliner Charité haben einen optischen Sensor entwickelt, der berührungslos - am Handballen - die Antioxidantien im Schweiß misst. Deren Werte sinken durch ungesunde Angewohnheiten wie Rauchen, Alkohol, schlechtes Essen oder durch zu wenig Schlaf und Stress. So könne bereits zwei Tage nach einer durchfeierten Nacht am Zustand der Haut festgestellt werden, wie gehaltvoll das Zechgelage wirklich war, so die Forscher. Das Sensorsystem kann jedoch nicht zwischen verschiedenen negativen Faktoren unterscheiden. Es bewerte lediglich den Gesamtzustand der Haut.

Nicht nur ein Sünden-Sucher

Den Lebensstil von Menschen beurteilen ist nicht das einzige denkbare Einsatzgebiet für den Sensor. Am Wert der Antioxidantien ließen sich außerdem die Ausdauer und Fitness einer Person ablesen oder feststellen, ob ältere Menschen genügend Flüssigkeit zu sich nehmen. Die Forscher der Charité testen den Sensor zurzeit in einer Kasseler Schule. Sie hoffen, dass die Ergebnisse den Schülern die Augen öffnen und der Lebensstil der Jugendlichen langfristig positiv beeinflusst wird.

Autorin: Hannah Fuchs (mit dpa)
Redaktion: Judith Hartl

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