Neuer NATO-Generalsekretär vor großen Herausforderungen | Fokus Amerika | DW | 03.08.2009
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Fokus Amerika

Neuer NATO-Generalsekretär vor großen Herausforderungen

Anders Fogh Rasmussen hat am Montag (3.8.2009) sein neues Amt in Brüssel angetreten. Er muss vor allem in der Afghanistan-Frage für mehr Einheit im Bündnis sorgen.

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Anders Fogh Rasmussen hat am Montag (03.08.3009) sein Amt als NATO-Generalsekretär angetreten

Afghanistan, das Verhältnis zu Russland, die Vision von US-Präsident Obama von einer atomwaffenfreien Welt - auf den neuen Generalsekretär der NATO, Anders Fogh Rasmussen warten große Herausforderungen. Der frühere dänische Ministerpräsident erbt von seinem Vorgänger Jaap de Hoop Scheffer ein schwieriges Amt. Als Generalsekretär ist er der Vermittler zwischen den zum Teil widerstreitenden Interessen der inzwischen 28 Mitgliedsstaaten des Nordatlantischen Verteidigungsbündnisses.

ISAF Soldaten der Bundeswehr Afghanistan

Die USA erwarten von der Bundeswehr ein stärkeres Engagement im Rahmen der ISAF-Mission in Afghanistan

Vor allem in der Afghanistan-Frage steht die Nato gespalten da. Die USA, und auch Kanada, verlangen von einigen europäischen Partnern ein stärkeres Engagement am Hindukusch. So hat der Chef der NATO-Truppe ISAF in Afghanistan, Stanley McChrystal, der Bundeswehr indirekt vorgeworfen, die Lage in ihrem Einsatzgebiet im Norden des Landes nicht unter Kontrolle zu haben.

Dan Hamilton, der Direktor das Transatlantik-Instituts der John Hopkins University in Washington ist überzeugt, dass Rasmussen mit Unterstützung durch die US-Regierung rechnen kann. "Rasmussen genießt ein hohes Ansehen in den USA. Er war ein Partner von US-Präsident Bush, aber auch die Obama-Administration hat sich für ihn als Generalsekretär eingesetzt. Der Präsident hat den Streit zwischen der NATO und der Türkei geschlichtet", um den Weg für Rasmussen frei zu machen, so Dan Hamilton gegenüber der DW. Das vollständige Interview hören Sie in Fokus Amerika.

Eiszeit zwischen Bogotá und Caracas

Die Präsidenten Kolumbiens und Venezuelas, Hugo Chavez und Alvaro Uribe

Ein Bild aus vergangenen Tagen: die Präsidenten von Venezuela und Kolumbien, Chávez und Uribe, sprechen derzeit nicht miteinander.

Präsident Hugo Chávez hat seinen Botschafter aus Bogotá abgezogen nachdem die kolumbianische Regierung behauptet hat, Venezuela habe die linksgerichtete FARC-Guerrilla mit Waffen versorgt. Chávez hat diese Vorwürfe empört zurückgewiesen. Jetzt droht der venezolanische Präsident dem Nachbarland auch mit wirtschaftlichen Sanktionen. Nach den USA ist Venezuela der größte Absatzmarkt für kolumbianische Exporte. Die Regierung von Präsident Alvaro Uribe hat unterdessen begonnen, sich nach neuen Märkten in Mittelamerika umzuschauen.

Redaktion: Mirjam Gehrke

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