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Aktuell Afrika

Neuer Korruptions-Prozess gegen Ex-Machthaber Mubarak

Gemeinsam mit seinen Söhnen Gamal und Alaa steht Ägyptens früherer Staatschef Mubarak erneut wegen Korruption vor Gericht. Zwar waren alle drei bereits verurteilt worden, doch die Schuldsprüche wurden wieder aufgehoben.

Es war nur eine kurze Atempause für Vater und Söhne. Im Mai 2014 war Ägyptens Ex-Machthaber Husni Mubarak zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Der Richterspruch gegen seine Söhne Gamal und Alaa lautete vier Jahre. Das höchste Berufungsgericht hatte die Urteile im Januar jedoch aufgehoben und einen neuen Prozess angeordnet.

Nun stehen die drei also wieder vor Gericht. In dem Verfahren geht es um die Frage, ob die Männer zweckgebundene Gelder von umgerechnet mehr als zwölf Millionen Euro aus einem Staatsfonds in ihr Privatvermögen umgeleitet haben. Ursprünglich war die Summe für die Renovierung des Präsidentenpalastes vorgesehen.

Prozess wegen Tod von 800 Demonstranten

Gleich zu Beginn des Verfahrens erklärte sich der ehemalige ägyptische Präsident für unschuldig. Auch Gamal und Alaa Mubarak verneinten ihre Schuld, wie ägyptische Medien berichteten. Der Richter vertagte die Verhandlung auf den 29. April.

Gegen den Ex-Staatschef hatte bereits am Freitag ein weiteres Verfahren vor demselben Berufungsgericht begonnen. In diesem Prozess geht es um die Tötung von mehr als 800 Demonstranten kurz vor dem Sturz Mubaraks im Jahr 2011 geht. Auch wegen dieser Vorwürfe war der 86-Jährige bereits zu lebenslanger Haft und später wieder freigesprochen worden.

Gegen Mubarak wurden nach seiner Entmachtung schon mehrere Prozesse angestrengt. Zu einer rechtskräftigen Verurteilung kam es bislang allerdings in keinem der Fälle. Formell ist der 86-Jährige inzwischen auf freiem Fuß. Er hält sich in einem Militärkrankenhaus in Kairo auf.

cw/kle (rtre, dpa)