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Wirtschaft

Neuer Golf soll VW an die Spitze schieben

Startschuss für den Golf 7: VW-Chef Martin Winterkorn hat in Berlin die neueste Version des bekanntesten Modells von Europas größtem Autobauer vorgestellt. Damit wollen die Wolfsburger an die Weltmarktspitze fahren.

Volkswagen Chief Executive Officer Martin Winterkorn introduces the new Volkswagen Golf model in Berlin September 4, 2012. The new model is planned to go on sale across Europe in November, replacing the 2008 sixth-generation model. Volkswagen is hoping a sleek makeover will keep its Golf in the best-selling compact car spot, helping the German automaker overtake Toyota and GM as the world leaders. REUTERS/Fabrizio Bensch (GERMANY - Tags: TRANSPORT BUSINESS)

VW Golf VII Präsentation

Volkswagen erhofft sich vom neuen Golf weiteren Schub auf dem Weg an die Weltmarktspitze und will sich dabei von der Absatzkrise auf dem Heimatmarkt in Europa nicht aufhalten lassen. Konzernchef Martin Winterkorn stellte die inzwischen siebte Generation des Bestsellers aus Wolfsburg am Dienstagabend auf einer Veranstaltung in der Neuen Nationalgalerie in Berlin im Beisein von Aufsichtsratschef Ferdinand Piech als neuen Hoffnungsträger von Volkswagen vor. Der neue Golf gebe die Richtung für VW und "in gewisser Weise auch für die Zukunft des Industriestandorts Europa" vor.

Unbestritten Klassenprimus

Der Golf sei das mit Abstand wichtigste Fahrzeug für Europas größten Autokonzern und ein starker Motor für dessen Absatz, Rendite sowie sichere Arbeitsplätze, feierte Winterkorn den Wagen. Wie wichtig der für VW ist, zeigt schon die Tatsache, dass vom Vorgängermodell allein im vergangenen Jahr 914.000 Einheiten in den verschiedenen Versionen vom Band liefen. In Europa ist der Golf unbestrittenen Klassenbester: Mehr als 568.000 Einheiten kamen im vergangenen Jahr dort neu auf die Straßen. Erst mit einigem Abstand folgten der Opel Astra und der Ford Focus.

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VW: Große Hoffnung auf den neuen Golf

"Wir sind überzeugt, dass der neue den alten toppen wird", sagte VW-Produktionsvorstand Hubert Waltl am Rande der Golf-Präsentation. Vom Golf VI wurden seit dem Jahr 2008 bis einschließlich Juni 2,85 Millionen Einheiten verkauft. Waltl machte deutlich, dass VW trotz der Absatzkrise in Südeuropa nicht an Kurzarbeit denke oder die Produktionsbänder langsamer laufen lasse. "Momentan produzieren wir ganz normal." Damit würde sich VW weiter von Massenherstellern wie Opel und Ford abheben, die Kurzarbeit angemeldet haben.

Mit dem neuen Golf orientiert sich VW mehr an Premiumautobauern wie BMW und Daimler. Das neue Zugpferd aus Wolfsburg ist mit zahlreichen Zusatzausstattungen versehen, die es sonst nur bei der höherpreisigen Konkurrenz gibt. Zudem wurden wertvollere Materialien im Innenraum verwendet, um der gehobenen Konkurrenz aus München und Stuttgart Kunden abzujagen. Verkaufsstart soll im November sein. Das genaue Datum verriet VW noch nicht.

Piech warnt vor Hochnäsigkeit

Piech sagte am Rande der Veranstaltung, er sehe keinen ebenbürtigen Konkurrenten zum neuen Golf. VW sei auf gutem Weg, die gesteckten Ziele zu erreichen. Dabei werde der Konzern auch nicht durch die schwächelnde spanische Tochter Seat aufgehalten, die als einzige in dem Zwölf-Marken-Konzern unter der Absatzkrise in Südeuropa leidet. Piech verglich Seat mit einem schwächeren Kind. "Immerhin haben wir von zwölf Marken elf mit schwarzen oder dick schwarzen Zahlen. Da trägt man auch ein krankes Kind. Aber es ist auf gutem Weg", fügte der 75-jährige Firmenpatriarch im Beisein seiner Ehefrau Ursula hinzu. Der Familienmensch hat zwölf Kinder aus vier Beziehungen, drei davon aus der 1984 geschlossenen Ehe mit Ursula.

Gefragt, was die größte Gefahr für den aufstrebenden Volkswagen-Konzern sei, antwortete Piech: Hochnäsigkeit in den eigenen Reihen." Auf die Frage, welche Konkurrenten VW derzeit am meisten zu schaffen machten, sagte er: "Keiner."

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