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Kultur

Neuer Glashof von Daniel Libeskind für Jüdisches Museum Berlin

Daniel Libeskind hat das Jüdische Museum in Berlin erweitert: Mit einem spektakulären Glasdach schuf der amerikanische Stararchitekt im Innenhof des Museums einen 700 Quadratmeter großen, geschlossenen Raum. In Anlehnung an eine hebräische Laubhütte ("Sukkah") setzte Libeskind das Glasdach auf vier freistehende Stützen aus Stahl, die an Bäume erinnern sollen. Das für 8,2 Millionen Euro errichtete Dach wurde zu zwei Dritteln aus Spenden finanziert, die Bundesregierung steuerte 2,5 Millionen Euro bei. Der neue Bau sollte am Dienstagabend bei einer Gala mit Gästen aus Kultur, Wirtschaft und Politik eröffnet werden. Mit seinem Dach knüpft Libeskind, der das Grundkonzept für den Wiederaufbau von "Ground Zero" in New York entworfen hat, an die Tradition des Laubhüttenfests "Sukkot" an. Damit erinnern die Juden an den Auszug aus Ägypten.

Das Jüdische Museum Berlin mit seiner ständigen Ausstellung zu 2000 Jahren deutsch-jüdischer Geschichte haben seit der Eröffnung im Jahr 2001 schon 4,2 Millionen Menschen besucht. Die Publikumseröffnung des neuen Innenhofes ist für den 29. und 30. September geplant. Dabei wird der Komponist Michal Nyman sein Werk "Ein Song für Charlotte Salomon" aufführen. Der Malerin, die von den Nazis im Vernichtungslager Auschwitz ermordet wurde, widmet das Museum zur Zeit eine Ausstellung.