Neuer Dopingskandal um Justin Gatlin | Sport | DW | 19.12.2017
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Doping

Neuer Dopingskandal um Justin Gatlin

Der Internationale Leichtathletik-Verband und die US-Dopingagentur ermitteln: Der Coach und der Berater von Justin Gatlin sind offenbar ins Plaudern gekommen. Dabei ist der Weltmeister bereits Wiederholungsdoper.

Sprint-Weltmeister Justin Gatlin (USA) ist offenbar in einen neuen Dopingskandal verwickelt. Nach Undercover-Recherchen der englischen Tageszeitung "The Telegraph" haben sowohl die US-Anti-Doping-Agentur USADA als auch die unabhängige Integritätskommission (AIU) des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF Ermittlungen gegen den bereits zweimal verurteilten Dopingsünder sowie dessen Trainer und einen Berater aufgenommen.

Laut Bericht soll unter anderem Gatlins Coach Dennis Mitchell, selbst Staffel-Olympiasieger, den getarnten Reportern angeboten haben, illegale Substanzen wie Testosteron und Wachstumshormone zu besorgen. Der Berater, Robert Wagner, soll zudem behauptet haben, dass Gatlin selbst leistungssteigernde Mittel angewendet habe - der 35-Jährige bestreitet dies. "Ich nehme keine leistungssteigernden Mittel und habe dies auch nicht getan", erklärte der US-Amerikaner bei Instagram.

IAAF-Präsident Coe zeigt sich besorgt

"Ich war geschockt und überrascht, als ich erfahren habe, dass mein Trainer mit dem Aufkommen dieser Anschuldigungen etwas zu tun hatte. Ich habe ihn gefeuert, sobald ich davon erfuhr." Zudem verwies der Athen-Olympiasieger auf seine sauberen Dopingtests der vergangenen fünf Jahre. IAAF-Präsident Sebastian Coe zeigte sich im Telegraph äußerst besorgt über die Enthüllungen. "Diese Vorwürfe sind extrem schwerwiegend und ich weiß, dass die AIU im Rahmen ihres Auftrages ermitteln wird", sagte der Brite.

sw/asz (sid)

Die Redaktion empfiehlt