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Katholische Kirche

Neuer Chef bei Opus Dei

Die konservative katholische Glaubensbewegung Opus Dei (Werk Gottes) wird jetzt von dem Spanier Fernando Ocáriz geführt. Ein Kongress entschied sich in Rom für den 72-Jährigen als neuen Prälaten.

Italien Fernando Ocariz neuer Prälat des Opus Dei (picture alliance/dpa/Informationsbüro Opus Dei/J. M. Sanmillan)

Fernando Ocáriz - neuer Prälat des Opus Dei

Papst Franziskus habe die Wahl bestätigt, teilte Opus Dei in der Nacht zum Dienstag mit. Ocáriz war zuvor Generalvikar und Interimsleiter der Priester- und Laienorganisation, die als eine der einflussreichsten und konservativsten Gruppierungen innerhalb der katholischen Kirche gilt. Sein Vorgänger, der Spanier Javier Echevarría, war im Dezember gestorben. 

Opus Dei wurde 1928 in Madrid von dem spanischen Priester Josemaría Escrivá (1902-1975) gegründet und hat nach eigenen Angaben 90.000 Mitglieder. Am beliebtesten ist die Organisation in Spanien. In Deutschland hat sie etwa 600 bekennende Anhänger. Sie betreibt auch Universitäten, Krankenhäuser und Sozialstationen. An der Spitze steht ein Prälat mit Sitz in Rom, in Deutschland hat die Regionalleitung ihren Sitz in Köln.

Die Laien unter den Opus Dei-Mitgliedern sollten verheiratet sein. Mitarbeiter könnten aber auch aus anderen Konfessionen kommen und beispielsweise Muslime, Buddhisten oder gar Atheisten sein, heißt es in einer Info-Broschüre der Organisation. Für Kritik sorgten in der Vergangenheit unter anderem Bußpraktiken, die bewusst Schmerzen bereiten, oder auch das Prinzip unbedingten Gehorsams.

se/sti (dpa)