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Reise

Neuer Biertempel fürs Oktoberfest

Mit dem Marstall-Zelt gibt es auf dem Münchner Oktoberfest erstmals seit Jahrzehnten ein neues Bierzelt. Es ersetzt das Hippodrom, dessen Wirt wegen Steuerhinterziehung seinen Wiesn-Platz verloren hat.

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Mit Herzfenstern und Quadriga: das neue Marstall-Zelt

Der Name “Marstall“ solle an die königlichen Hofreitschulen und zugleich an die Ursprünge des Oktoberfestes erinnern, dessen Höhepunkt ursprünglich ein Pferderennen war, sagte der neue Wirt Siegfried Able bei der Vorstellung des neuen Zelts. Es wird derzeit direkt am Haupteingang des größten Volksfests der Welt aufgebaut. Dort stand bis letztes Jahr das Hippodrom, ein Festzelt, in dem Prominente wie Boris Becker, Wladimir Klitschko, Thomas Gottschalk oder Franz Beckenbauer feierten. Das Hippodrom gehörte neben Kufflers Weinzelt und Käfer's Wiesnschänke zu den Zelten mit der höchsten Promi-Dichte und hatte eine mehr als 100-jährige Tradition.

Vieles ähnelt im Marstall dem Vorgänger: Champagnerbar, Tischdecken und erlesene Speisekarte - vom Tartar vom Wagyu-Ochsen über Hendl bis zum veganen Holzfäller-Tofu-Pflanzerl. Die Prominenz hat sich auch schon angemeldet. Die Wirte würden aber keinen reinen Promitempel wollen, so Abele: “Bei uns sitzen Familien neben dem Fernsehstar, und der Handwerker neben Ribéry.“ Für Familien biete man Plätze an, wo es etwas ruhiger ist oder Raum für den Kinderwagen. Wer abends einen Platz haben will, muss vorab ein Dreigänge-Menü für 45 Euro pro Kopf und ein Verzehrgutschein von 15 Euro bezahlen.

Die anderen Wiesnwirte betrachten ihren neuen Kollegen erst einmal mit Zurückhaltung. Wirtesprecher Toni Roiderer sagte kürzlich, man wolle sich das erst einmal “in Ruhe anschauen“.

fm / ak (dpa)