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Nahost

Neuer Ölminister in Saudi-Arabien nach mehr als 20 Jahren

Der saudische König Salman stellt sein Kabinett um. Ein Schritt, um das Land weniger abhängig vom Öl zu machen. Die wohl wichtigste Personalie: Chalid al-Falih, Chef des Ölkonzerns Aramco, wird Ölminister.

Der neue Ölminister Chalid Al-Falih (Foto: DPA)

Saudi-Arabiens neuer Ölminister Chalid Al-Falih

Die Änderungen der Ministerposten erfolgen rund zwei Wochen, nachdem Saudi-Arabien

die „Vision 2030“ bekannt gemacht

hat, einen Plan zur wirtschaftlichen Entwicklung. Damit soll das Land unabhängiger vom Öl werden.

Chalid al-Falih, seit einem Jahr Gesundheitsminister, löst Ali al-Nuami als Ölminister ab. Unter al-Nuamis Führung hielt Saudi-Arabien daran fest, die Ölproduktion

trotz Preisverfalls auf demselben Niveau

zu halten. Er war mehr als 20 Jahre lang Ölminister und galt als sehr einflussreich im Ölkartell Opec.

Ressort wird vergrößert

Das neue Ressort von al-Falih wird vergrößert und in das Ministerium für Energie, Industrie und Bodenschätze umbenannt, hieß es in einem Erlass des Königs, der im staatlichen Fernsehen veröffentlicht wurde.

Al-Falih war seit 2009 Präsident und Geschäftsführer des staatlichen Öl- und Chemiekonzerns Aramco. Dort war er verantwortlich für ungefähr 60.000 Mitarbeiter. Aramco produziert jedes achte Barrel des weltweiten Öl-Angebots, ist damit der weltgrößte Ölproduzent und gilt als eines der wertvollsten Unternehmen der Welt. Medienberichten zufolge plant Saudi-Arabien, Teile des Konzerns zu privatisieren.

Saudi-Arabiens Haushalt und Wirtschaft sind bisher weitgehend vom Öl abhängig. Das Land leidet deswegen unter dem weltweiten Ölpreisverfall. Für 2015 verzeichnete das Königreich ein Rekorddefizit von umgerechnet 87 Milliarden Euro.

ust/wl (dpa, rtr, afp, www.moh.gov.sa)