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Kultur

Neueröffnung der Berliner Fotogalerie C/O

Die international renommierte Galerie C/O Berlin hat ein neues Zuhause im Amerika Haus am Bahnhof Zoo gefunden. Nach zweijähriger Zwangspause feiert sie jetzt mit gleich vier Ausstellungen Wiedereröffnung.

Bis 2013 war die C/O im Postfuhramt in der Oranienburger Straße untergebracht. Doch ein Eigentümerwechsel brachte die Kündigung. Jetzt hat die Galerie endlich eine neue Bleibe. Für seine Institution sei es "fünf Minuten vor zwölf" gewesen, sagte C/O-Vorstand Stephan Erfurt bei einer Pressekonferenz im Amerika Haus. Daher sei die Einigung mit dem Land Berlin für ihn damals "das größte Weihnachtsgeschenk" gewesen. Die C/O konnte das Gebäude für 21 Jahre mieten und hat jetzt endlich Planungssicherheit.

Die Berliner Galerie ist die erfolgreichste privat geführte Fotogalerie der Hauptstadt: Annie Leibovitz, Peter Lindbergh und viele mehr stellten hier ihre Werk aus. Gegründet wurde sie im Jahr 2000 vom Fotografen Stephan Erfurt, dem Designer Marc Naroska und dem Architekten Ingo Pott. Die Galerie finanziert sich durch Eintrittsgelder und Spenden - ohne staatliche Zuschüsse.

Ein historischer Ort

Will Mcbride Buchcover Berlin im Aufbruch

Fotograf Will McBride dokumentiere das Berlin der 1950er Jahre

Am Donnerstag (30.10.2014) öffnet die C/O ihre Räume im Amerika Haus an der Hardenbergstraße im Stadtteil Charlottenburg für das Publikum. Fast zwei Jahre lang wurde der denkmalgeschützte Bau renoviert. Die US-Alliierten hatten den Berlinern dort nach dem Zweiten Weltkrieg den "American Way of Life" demonstriert - als Teil ihres Erziehungsprogramms. Die Kosten für die denkmalgerechte Sanierung übernehmen das Land Berlin und die Galerie. Von deren 2,5-Millionen-Euro-Anteil bezahlt die Lottostiftung eine Million Euro, weitere 120.000 Euro kamen durch eine Crowdfunding-Kampagne zusammen.

Zur Wiedereröffnung der C/O werden rund 5000 Gäste erwartet, darunter der regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und die Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Traditionsbewusst zeigen sich die Kuratoren der C/O mit einer ihrer ersten Ausstellungen am neuen Standort: "Will McBride - ich war verliebt in diese Stadt" zeigt Schwarz-Weiß-Aufnahmen von den Straßen des Nachkriegsberlins Ende der 1950er Jahre. McBride war der erste Fotograf, der 1957 im Amerika Haus ausstellen durfte.

suc/nf ( rbb, C/O Berlin)