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Podcast Wirtschaft

Neue Wege in der Krisenpolitik (08.05.2012)

Europäische Krisenpolitik: Wer will denn nur sparen? +++ Spanische Banken: Wer kann helfen? +++ Versandhandel: Wer liest noch Kataloge? +++

ARCHIV - Zahraeder am Stand des Waelzlagerherstellers NKE aus Oesterreich, aufgenommen am 23. April 2009 auf der Hannover Messe in Hannover. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juni 2009 zum dritten Mal in Folge verbessert. Die Hoffnung auf ein Ende der Talsohle liess den ifo-Geschaeftsklimaindex von 84,3 auf auf 85,9 Punkte steigen, wie das Muenchner Wirtschaftsforschungsinstitut am Montag, 22. Juni 2009, mitteilte. (AP Photo/Joerg Sarbach) --- FILE - A man is seen through a big bearing at the booth of NKE of Austria at the industrial fair in Hanover, Germany, Thursday, April 23, 2009.Some 6,150 exhibitors from 61 different nations participate in the world's largest fair for industrial technology.(AP Photo/Joerg Sarbach)

Deutschland Wirtschaft Symbolbild Konjunktur IFO

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Wirtschaft (08.05.2012)

Mit der Wahl von François Hollande zum nächsten Präsidenten Frankreichs könnten die Weichen in der europäischen Krisenpolitik neu gestellt werden. Denn Hollande will weg vom harten Sparkurs und hin zu neuen Investitionen. Das hört sich zunächst einmal nach einem großen Konflikt: hier der ausgabefreudige Franzose Hollande, dort die sparfixierte deutschen Kanzlerin Merkel. Doch ganz so dramatisch ist es nicht. Denn ist es keine neue Erkenntnis, dass Sparprogramme allein die Wirtschaft nicht wachsen lassen.

Europäischer Rettungsfonds für Banken?

Zu den Sorgenkindern der Europäischen Union gehört auch Spanien. Die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone befindet sich derzeit in der Rezession. Vor allem die Banken sind in einer schwierigen Lage, sie drohen unter der Last fauler Kredite zusammenzubrechen. Denn nach dem Platzen der Immobilienblase in Spanien können viele Kunden ihre Raten nicht mehr bezahlen. In der vergangenen Woche stufte eine Ratingagentur gleich neun spanische Banken herab, und gestern sagte Ministerpräsident Rajoy, er wolle nicht ausschließen, dass für eine Bankenrettung auch Steuergeld eingesetzt werden muss. Wo das allerdings herkommen soll im angeschlagenen Spanien, sagte Rajoy nicht. Doch welche Alternativen gibt es? Ein Europäischer Fonds zur Bankenrettung? Oder muss gar die Europäische Zentralbank einspringen?

Versandhandel im Wandel

Der Katalog des Versandhändlers Neckermann gehört in Deutschland zu den Symbolen der Wirtschaftswunderzeit nach dem Krieg. 1950, bei seinem ersten Erscheinen, hatte er gerade mal zwölf Seiten und eine Auflage von 100.000 Stück. Wenige Jahre später war der Katalog dick wie ein Telefonbuch und wurde an Millionen Haushalte verschickt. Doch das Internet hat auch diese traditionsreiche Branche grundlegend verändert: Ende April gab Neckermann bekannt, es werde seinen gedruckten Katalog einstellen, 1400 Beschäftigte verlieren ihren Job. Das Unternehmen setzt nun, wen wundert's, ganz auf den Online-Handel. Janosch Delcker hat sich in der Branche umgehört.

Redakteur am Mikrofon: Andreas Becker

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