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Aktuell Amerika

Neue Vorwürfe belasten Donald Trump Jr

Er hat es bereits zugegeben: Donald Trump Jr hat sich während des US-Wahlkampfes mit einer russischen Anwältin getroffen. Diese gibt nun an, dass ihr bei dem Treffen ein heikler Deal angeboten wurde.

USA Donald Trump Jr. (picture-alliance/AP Photo/C. Kaster)

Donald Trump Jr ist der älteste Sohn des amerikanischen Präsidenten

Die russische Anwältin Natalia Weselnizkaja hat brisante Aussagen zu einem Treffen mit Donald Trump Jr getroffen. Damit setzt sie den ältesten Sohn des amerikanischen Präsidenten weiter unter Druck. Weselnizkaja sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg, dass Donald Trump Jr sie während des Treffens im vergangenen Juni um Belege über eine illegale Wahlkampffinanzierung zugunsten Hillary Clintons bat.

Im Gegenzug habe er ihr einen Deal angeboten: Sollte Russland über kompromittierendes Material verfügen, würde eine Trump-Regierung nach einem Wahlsieg die Aufhebung eines Sanktionen-Gesetzes prüfen. Da Weselnizkaja dieses Material aber nicht liefern konnte, sei das Gespräch nach zwanzig Minuten beendet worden. Weder Trump Jr selbst, noch sein Anwalt haben sich zu den Vorwürfen bislang geäußert. 

USA Trump Tower (Getty Images/S. Platt)

Hier im Trump Tower hat sich Trump Jr mit der Anwältin getroffen

Konkret ging es um Sanktionen, auch Magnitski-Gesetz genannt, die 2012 beschlossen wurden. Sie richten sich gegen rund vierzig russische Staatsangehörige wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen. Das Gesetz wurde als Reaktion auf den mutmaßlichen Mord an dem Whistleblower und Anwalt Sergei Magnitski erlassen.

Trump Jr hatte bereits im Juli eingeräumt, sich gemeinsam mit seinem Schwager Jared Kushner mit der russischen Anwältin im Trump Tower getroffen zu haben. Auf Twitter veröffentlichte er Emails, die vor dem Treffen ausgetauscht worden sein sollen.

Mutmaßliche russische Einmischungen in den amerikanischen Wahlkampf zugunsten Trumps und eine mögliche Verwicklung des Trump-Teams setzen den amerikanischen Präsidenten seit dessen Amtsantritt unter Druck. Mehrere Kongressausschüsse sowie ein vom Justizministerium eingesetzter Sondererermittler prüfen die Vorwürfe.

lih (afp, Reuters)

 

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