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Aktuell Welt

Neue Terrorwelle in Bagdad

Die Staatsmacht im Irak verliert mehr und mehr die Kontrolle. Die Gewalt zwischen Sunniten, Schiiten und Kurden nimmt zu: Bei einer Serie von Terroranschlägen wurden im Raum Bagdad etwa 70 Menschen umgebracht.

Bereits 3700 Menschen sind in diesem Jahr der Gewalt im Irak zum Opfer gefallen. Die Regierung in Bagdad scheint ungeachtet einer verstärkten Mobilisierung der Sicherheitskräfte zunehmend hilflos, Experten auch der Vereinten Nationen warnen vor einem Rückfall in den Bürgerkrieg, geprägt durch die wachsenden Spannungen zwischen den islamischen Glaubensrichtungen.

Bei einer Serie von Autobomben- und Selbstmordattentaten in der irakischen Hauptstadt Bagdad und in umliegenden Ortschaften wurden nach jüngsten amtlichen Berichten etwa 70 Menschen getötet. Nach Polizeiangaben waren auch Märkte und Restaurants Ziel der Terrorangriffe. Die meisten der Explosionen am Mittwochmorgen ereigneten sich in Stadtteilen, die mehrheitlich von Schiiten bewohnt werden: so in Kashimiyah, Sadr City, Shaab, Shula, Jamila und Mahmoudiyah.

Hass auf Schiiten

Die Sicherheitslage im Irak wird im laufenden Jahr von Chaos bestimmt. Beobachter sehen die Wut der sunnitischen Bevölkerungsminderheit auf die schiitisch dominierte Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki als einen der Hauptgründe für die zunehmende Gewalt.

Die Sunniten werfen Maliki autoritäre Methoden und die Benachteiligung ihrer Glaubensgruppe vor. Die Extremisten der Al-Kaida versuchten offenbar, aus diesen Spannungen Profit zu schlagen und den Terror weiter anzuheizen.

SC/kis (ape, afpe, rtre)