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Islamismus

Neue Terrorattacken erschüttern Nigeria

Bei Bombenanschlägen im Nordosten des Landes haben Terroristen mindestens 16 Menschen getötet. Helfer sprechen zudem von knapp 100 Verletzten. Das Gebiet wird von der Islamistenmiliz Boko Haram kontrolliert.

Mehrere Selbstmordattentäter hätten sich an öffentlichen Plätzen des Ortes Konduga in die Luft gesprengt, berichtete ein Vertreter einer örtlichen Bürgerwehr. Rettungskräften zufolge befindet sich fast die Hälfte der Verletzten in einem kritischen Zustand. Zunächst hätten zwei Frauen ihre Sprengstoffwesten auf einem belebten Markt gezündet. Die Rettungsarbeiten und die Bergung der Opfer dauerten bis in der Nacht an. Am Abend seien zwei weitere Sprengsätze von Terroristen gezündet worden.

Helfer sprachen von einem Angriff gegen ein Flüchtlingslager. Ein Mitarbeiter des Zivilschutzes, der am Abend mit einem Armeekonvoi aus dem nahe gelegenen Maiduguri, der Hauptstadt des Bundesstaats Borno, nach Konduga fuhr, beschrieb die Lage als "noch schlimmer als befürchtet". "Alles war voll Blut", sagte der Helfer. Dazu sei der Armeekonvoi noch während der Fahrt angegriffen worden.

Konduga liegt rund 25 Kilometer von Maiduguri entfernt. Die gesamte Region ist seit einiger Zeit immer wieder Ziel von Angriffen und Anschlägen der Islamistengruppe Boko Haram. Bisher bekannte sich niemand zu den Anschlägen.

Boko Haram kämpft seit dem Jahr 2009 gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. Die Gruppe verübt unter anderem Angriffe auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen. In dem Konflikt wurden bereits mehr als 20.000 Menschen getötet und 2,6 Millionen in die Flucht getrieben.

myk/wa (dpa, afp)

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