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Politik

Neue Selbstmordanschläge im Irak

Bei neuen Selbstmordattentaten im Irak sind mehr als 30 Personen getötet worden. Schauplatz war ein Stadtviertel, das wiederholt Ziel von Anschlägen gewesen ist. Einen weiteren Anschlag gab es nördlich von Bagdad.

Zwei Männer im zerstörten Innenraum eines Hauses (9.11.08, Quelle: AP)

Zwei Frauen und ein Mädchen starben bereits am Sonntag bei einem Selbstmordattentat in Falludscha 65 Kilometer westlich von Bagdad

Bei drei aufeinander folgenden Bombenanschlägen in Bagdad sind am Montag (10.11.2008) nach Polizeiangaben mindestens 22 Menschen getötet und 42 weitere verletzt worden. Das Verteidigungsministerium sprach von 25 Todesopfern und 48 Verletzten. Die Anschläge ereigneten sich im morgendlichen Berufsverkehr in einem überwiegend sunnitischen Bezirk im Norden der irakischen Hauptstadt.

Kinder unter den Opfern

Der Nachrichtensender Al-Arabija berichtete, der erste Attentäter habe eine Autobombe zur Explosion gebracht. Als Passanten herbeigelaufen seien, um den Verletzten zu helfen, hätten sich in der Menge noch zwei weitere Attentäter mit Sprengstoffwesten in die Luft gesprengt. Zeugenangaben zufolge fuhr zum Zeitpunkt einer der Explosionen ein mit Schülern besetzter Bus an dem Markt vorbei. Laut Mitarbeitern eines Krankenhauses waren mehrere Kinder und Soldaten unter den Verletzten.

Asamijah war in den vergangenen Jahren häufig Schauplatz von Attentaten. In den vergangenen Monaten hatte sich die Lage dort jedoch beruhigt. Dennoch gibt es in der irakischen Hauptstadt immer wieder Anschläge. Sie gelten meist den Sicherheitskräften oder von den USA finanzierten Milizen.

Die Anschläge blieben nicht auf Bagdad beschränkt: In der nordöstlich von Bagdad gelegenen Provinz Dijala riss eine Selbstmordattentäterin an einer Straßensperre sieben Menschen mit in den Tod, darunter mehrere Angehörige einer Bürgerwehr. Das berichteten Augenzeugen. Acht weitere Menschen seien verletzt worden, als die Frau im Zentrum der Provinzhauptstadt Bakuba ihren Sprengstoffgürtel gezündet habe.

Neue Wahlen

Unterdessen wurde bekannt, dass die Iraker am 31. Januar kommenden Jahres zur Wahl gehen. Die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak meldete, die Wahlkommission habe in der Nacht zum Montag den Termin für die Provinzratswahlen festgelegt, nachdem der Präsidentschaftsrat am Samstag eine letzte Änderung des Wahlgesetzes abgesegnet hatte. Gewählt werden soll in 17 der insgesamt 18 irakischen Provinzen. Bei dieser Wahl wird mit einer hohen Beteiligung der Sunniten gerechnet, die dem Urnengang vor drei Jahren noch größtenteils ferngeblieben waren. (rri)

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