Neue Scharrbilder in Peru erforscht | Kultur | DW | 11.04.2018
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Kultur

Neue Scharrbilder in Peru erforscht

Wissenschaftler haben in der Provinz Palpa in Peru aus der Luft mit Drohnen Scharrbilder, sogenannte Geoglyphen, dokumentiert, die den weltbekannten Nazca-Linien ähnlich sind. Die Ergebnisse sind spektakulär.

Die Bilder zeigen geometrische Figuren sowie Darstellungen von Menschen, Affen und einem Wal. Aus der Luft haben die Forscher 25 Geoglyphen fotografiert, die vorher noch nicht dokumentiert waren, so der Archäologe Johny Isla Cuadrado gegenüber der peruanischen Zeitung "El Comercio". Dafür ließen sie in etwa 30 Metern Höhe Drohnen über die Region hinwegfliegen. Insgesamt handelt es sich um 50 Scharrbilder - die 25 restlichen waren den Dorfbewohnern in der Region bereits bekannt gewesen.

Von der Dokumentation der Bilder erhoffen sich die Forscher neue Erkenntnisse über die Kulturen der Region. "Das Anlegen enormer Geoglyphen war eine Tradition für über 1000 Jahre", sagte Isla Cuadrado. "Deshalb öffnet uns das eine Tür, um die Funktion und Bedeutung der Bilder zu verstehen."

Älter als die Nazca-Linien

Die Nazca Linien in Peru. (Imago/S. spiegl)

Die weltberühmten Linien in der Wüste nahe der Stadt Nazca

Die Scharrbilder in Palpa sind älter als die Nazca-Linien. Sie wurden zwischen 500 vor Christus und 200 nach Christus angefertigt und stammen vor allem aus den Kulturen Paracas und Topará. Während die Nazca-Linien in die Wüste gezeichnet wurden, befinden sich die Geoglyphen von Palpa an den Hängen von Hügeln und sind damit - im Gegensatz zu den Nazca-Linien - auch vom Boden aus zu sehen.

nf/bb (dpa, National Geographic)

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