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Sport

Neue Richtlinien für WM-Vergabe

Nach der heftigen Kritik an der FIFA und der Widerwahl Josephs Blatters, kündigt Alexander Koch, stellvertretender Leiter der FIFA-Unternehmenskommunikation, Veränderungen beim Wahlsystem der FIFA an.

Der Fußball-Weltverband kündigt einschneidende Veränderungen an. Am 11. Juni will die FIFA neue Richtlinien für die Vergabe von Weltmeisterschaften bekanntgeben. Dies erklärte Alexander Koch, stellvertretender Leiter der FIFA-Unternehmenskommunikation, in der Sendung Günther Jauch in der ARD. Für die nächste anstehende WM-Vergabe für das Jahr 2026, die erstmals vom FIFA-Kongress statt vom FIFA-Exekutivkomitee vorgenommen wird, sollen laut Koch auch Kriterien wie ökologische Verantwortung, Menschenrechte und Korruptionsindex berücksichtigt werden. Die WM 2026 wird am 10. Mai 2017 beim Kongress in Kuala Lumpur vergeben. Bislang haben die USA, Kanada, Mexiko und Marokko ihr Interesse an der Ausrichtung bekundet.

An den umstrittenen Vergaben der Weltmeisterschaften 2018 nach Russland und 2022 nach Katar will die FIFA aber eisern festhalten. Koch widersprach Vorwürfen, dass der am Freitag wiedergewählte FIFA-Boss Joseph Blatter vom Fehlverhalten der am Mittwoch festgenommenen hochrangigen FIFA-Funktionäre gewusst haben könnte. "Wenn das in der Administration der FIFA in Zürich passieren würde, müsste er das wissen. Aber wenn es in Amerika passiert, kann er es nicht wissen", meinte Koch und ergänzte: "Wie soll ein Mensch etwas davon erfahren, wenn ein Mann aus Katar einem Mann aus Trinidad Geld gibt?" Zudem bezeichnete er die Rücktrittsforderungen an Blatter als überzogen.

Thomas de Maizière fordert Reformen

Thomas de Maizière fordert Reformen bei der FIFA. (Foto: dpa)

Thomas de Maizière fordert Reformen bei der FIFA

Derweil kritisierte Bundesinnenminister Thomas de Maizière den Fußball-Weltverband in einem Interview im rbb-Inforadio und mahnte Reformen beim Wahlsystem an. Die Wiederwahl Blatters und die jüngsten Korruptionsvorwürfe zeigten, dass dringend Handlungsbedarf bestehe, sagte de Maizière, der als Innenminister auch für den Sport zuständig ist.

Es sei ein Problem, "dass dort jedes Land eine Stimme hat, obwohl die fußballerische Bedeutung der Länder unterschiedlich ist." Im Deutschen Fußball-Bund (DFB) sei das anders, da hätten große Landesverbände mehr Stimmen als kleine. "Je unbeweglicher ein Verband ist, umso schwieriger sind auch Reformen durchzuführen, die jetzt allerdings dringend nötig sind", sagte de Maizière.

tk/ck (sid, dpa)

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