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Vatikan

Neue Rekruten für die Schweizergarde

Papst Franziskus hat 40 neue Schweizergardisten vereidigt. Erstmals seit Jahren stieg die Zahl der Rekruten wieder an. 23 Gardisten stammen aus der Deutschschweiz, 13 aus der frankophonen Schweiz, vier aus dem Tessin.

Franziskus freute sich über das Engagement der neuen Nachwuchskräfte und bestärkte sie in der Entscheidung, sich für diesen Dienst entschlossen zu haben. "Eure Präsenz in der Kirche und euer wichtiger Dienst im Vatikan bieten eine Gelegenheit, um als mutige 'Soldaten Christi' zu wachsen", sagte er bei einer Audienz für seine persönliche Schutztruppe. Diese nahmen mit Familien und Freunden ebenfalls an der Begegnung mit dem Papst im Vatikan teil.

Die Gardisten seien in der heutigen Zeit nicht mehr zur "heroischen Hingabe des körperlichen Lebens aufgerufen, aber doch zu einem nicht weniger schwierigen Opfer: nämlich der Stärke des Glaubens zu dienen", sagte Franziskus unter Anspielung auf die erste Bewährungsprobe der Armee während der Plünderung Roms am 6. Mai 1527. Damals fielen 147 Soldaten bei der Verteidigung von Papst Clemens VII. (1523-1534). Die Schweizergarde bewacht den Papst und den Vatikan seit 1506. Sie hat eine Sollstärke von 110 Mann.

Mitglied der Garde können nur katholische Männer werden, die in ihrer Schweizer Heimat Militärdienst geleistet haben und einen untadeligen Ruf besitzen. Wer Hellebardier wird, sollte mindestens 1,74 Meter groß sein, muss jünger als 30 Jahre und unverheiratet sein. Offiziere und länger gediente Gardisten dürfen heiraten.

Schulungen im Tessin

Der aktuelle Jahrgang ist der erste, der ein einmonatiges Zusatztraining bei der Tessiner Polizei erhalten hat. Dieses umfasst unter anderem eine Schulung in Psychologie, lebensrettenden Maßnahmen, persönlicher Sicherheit, Taktik und Schießen. Die meisten von ihnen haben sich für eine zweijährige Dienstzeit verpflichtet. Der Vatikan hatte zuletzt größere Anstrengungen zur Anwerbung neuer Gardisten unternommen.

Die Schutztruppe des Papstes: Die Schweizergarde (picture-alliance/abaca/E. Vandeville)

Die Schutztruppe des Papstes: Die Schweizergarde

Der Papst rief die Gardisten zu Tapferkeit, Treue und starkem Glauben auf. Neben Anstand, Genauigkeit und der beruflichen Zuverlässigkeit sollten sie sich auch um "Großmut im christlichen Zeugnis" bemühen. Das Evangelium lasse sich auch durch kleine Gesten im Alltag bezeugen. Der Papst empfahl den Rekruten ebenso, ihre Zeit in Rom zu "geistlichem und kulturellem Wachstum" zu nutzen.

Audienz für Representanten

Auch die schweizerische Bundespräsidentin Doris Leuthard wurde von Franziskus empfangen. Bei der Begegnung wurde laut Vatikan über die Zukunft Europas, die Aufnahme von Migranten, den Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit und Terrorismus sowie über den Umweltschutz gesprochen.

An den Feierlichkeiten nahmen als Gäste aus der Schweiz neben Bundespräsidentin Leuthard weitere Repräsentanten aus Politik und Armee teil. Für die Schweizer Bischofskonferenz reist deren Vorsitzender Charles Morerod an, Bischof von Lausanne, Genf und Fribourg.

cgn/rb (kna, domradio.de)

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