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Musik

Neue Prince-EP "Deliverance" per Gerichtsbeschluss gestoppt

Welche Schätze schlummern wohl noch in Prince-Archiven? Ohrwürmer wie "Purple Rain" oder "Kiss"? Diese Frage bleibt wohl unbeantwortet. Ein US-Bundesrichter hat die Veröffentlichung von sechs neuen Prince-Songs gestoppt.

Zum ersten Todestag der Popikone, am 21. April, wollte Princes ehemaliger Produzent George Ian Boxill sechs bisher unbekannte Songs des Sängers veröffentlichen. Die Songs sind in den Jahren 2006 bis 2008 entstanden, einer Zeit, als Prince ohne Label arbeitete und vehement gegen Streaming-Dienste vorging.

George Ian Boxill, der schon mit Größen wie 2Pac oder Janet Jackson zusammenarbeitete, hatte alle Songs co-produziert. Auf Antrag eines Nachlassverwalters untersagte ein US-Bundesrichter jetzt die Veröffentlichung der EP. Laut dem US-Promiportal "tmz.com" bezieht sich der Richter auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung, die Boxill vor zehn Jahren unterschieben habe. 

USA Sänger Prince - Konzert (picture-alliance/Zuma Press/D. Brewster)

Insgesamt 15 Instrumente spielte Musikgenie Prince

Die EP sollte auf dem unabhängigen Vancouver Label Rogue Music Alliance (RMA) erscheinen. "Ich hoffe, dass die Menschen glücklich sein werden, wenn sie Prince noch einmal singen hören", wird Boxill in einer Pressemitteilung des Labels zitiert. "Prince sagte mir einmal, dass er nachts im Bett ständig darüber nachdenkt, wie er seine Musik an den großen Labels vorbei direkt zu den Menschen bringen könne", so der Produzent weiter. Die Entscheidung, die Songs unabhängig zu veröffentlichen, hätte Prince wohl begrüßt.

Vor einem Jahr wurde der 57-jährige Sänger im Aufzug seines Anwesens in Paisley Park, Minneapolis leblos aufgefunden und kurz darauf für tot erklärt. Als Todesursache wurde eine Überdosis des sehr starken Schmerzmittels Fetanyl festgestellt. Im Zusammenhang mit seinem Tod hat die Justiz bislang niemanden angeklagt. Die Ermittlungen dauern an. Erst vor Kurzem haben die zuständigen Behörden Teilergebnisse vorgelegt: Prince hatte demnach größere Mengen starker verschreibungspflichtiger Schmerzmittel in Paisley Park gelagert. 

ash/pg (dpa/afp) 

 

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