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Aktuell Europa

Neue politische Bewegung in Frankreich

Er ist Wirtschaftsminister in der sozialistischen Regierung in Frankreich, jetzt kündigte Emmanuel Macron an, eine eigene politische Bewegung gründen zu wollen. Wo sie im Parteienspektrum zu verorten ist, lässt er offen.

Emmanuel Macron (Foto: picture alliance/dpa/J.-C. Bott)

Will weder links, noch rechts sein: Wirtschaftsminister Emmanuel Macron (Archivbild)

"En Marche!", frei übersetzt "Vorwärts!", soll die neue politische Bewegung von Wirtschaftsminister Macron heißen. Wie der 38-Jährige in seiner Heimatstadt Amiens ankündigte, ist sie weder links noch rechts. Er wolle mit Bürgern zusammenarbeiten, die gleiche Werte teilten, auch wenn sie sich als rechts verstünden, so Macron. Die neue Bewegung solle angesichts der Blockade der Gesellschaft für eine neue Dynamik sorgen, es sei der Versuch "voranzukommen".

Der Tabubrecher

Macron gehört seit anderthalb Jahren der sozialistischen Regierung von Präsident Francois Hollande und Ministerpräsident Manuel Valls an und ist einer der beliebtesten Minister. Der frühere Investmentbanker gilt als wirtschaftsfreundlich, er schreckt nicht vor Tabubrüchen zurück. So kritisierte er die 35-Stunden-Woche in Frankreich sowie die Beschäftigungsgarantie für Beamte. Unbeliebt im linken Regierungslager machte er sich auch mit einem Gesetz zur Liberalisierung der Sonntagsarbeit.

Der Präsidentenkandidat?

Dem Wirtschaftsminister werden Ambitionen auf das höchste Staatsamt nachgesagt. Die Präsidentenwahl habe für ihn aber keine Priorität, so Macron. Er schloss aber nicht aus, als Kandidat anzutreten. Im Februar hatte eine Umfrage ergeben, dass für den Fall, dass Hollande sich 2017 nicht zur Wiederwahl stellen will, Macron der aussichtsreichste Spitzenkandidat der Sozialisten wäre. Nun wäre der bisherige Zögling Hollandes dann wohl eher in eigener Sache unterwegs.

fab/qu (afp, dpa, rtr)