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Aktuell Nahost

Neue Korruptionsvorwürfe gegen den Mubarak-Clan

Gegen die beiden Söhne des gestürzten ägyptischen Präsidenten Mubarak ist Anklage erhoben worden wegen illegaler Börsengeschäfte. Auch sieben andere Günstlinge des alten Regimes sollen sich persönlich bereichert haben.

Die Liste der Korruptionsvorwürfe gegen die Angehörigen, Funktionäre und Schergen des gestürzten Machthabers wird immer länger: Die Staatsanwaltschaft in Kairo verkündete, die Söhne Hosni Mubaraks - Gamal und Alaa - würden nun auch wegen Insiderhandels vor Gericht gestellt. Beide sitzen mit ihrem Vater bereits wegen anderer Korruptionsvorwürfe in Haft. Eine Urteilsverkündung in diesem Prozess wird für den kommenden Samstag erwartet.

Gamal Mubarak habe beim Verkauf der Watani-Bank unrechtmäßig 500 Millionen ägyptische Pfund (rund 67 Millionen Euro) eingenommen. Sein Bruder Alaa habe sich dabei mit Insiderinformationen über das Kreditinstitut einen illegalen Profit von zwölf Millionen Euro gesichert, hieß es in der Stellungnahme der Staatsanwaltschaft. Wann die beiden Brüder wegen dieser Punkte vor Gericht gestellt werden, war zunächst unklar. Am Mittwoch wurden auch sieben weitere Verdächtige in dem Fall angeklagt, jedoch auf Kaution freigelassen. Sie dürfen das Land nicht verlassen.

Unter dem Druck des Volksaufstands und der andauernden Massenproteste hatte Mubarak im Februar vergangenen Jahres seinen Rücktritt erklärt. Der Ex-Präsident muss sich auch wegen der Mittäterschaft bei der Tötung Hunderter Demonstranten verantworten. Bei einer Verurteilung droht ihm die Todesstrafe.

Ein ägyptischer Polizist, der im Januar 2011 auf Demonstranten geschossen haben soll, wurde am Mittwoch zu fünf Jahren Haft verurteilt. Er hatte sich den Behörden gestellt.

SC/kle (ap,dpa,afp)