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Philippinen

Neue Kämpfe in philippinischer Stadt Marawi

Auf der philippinischen Insel Mindanao im Süden des Landes haben sich Soldaten und islamistische Rebellen neue Gefechte geliefert. Betroffen ist vor allem die Stadt Marawi. Mehrere tausend Einwohner sind auf der Flucht.

Nach der Verhängung des Kriegsrechts durch Philippinens Präsident Rodrigo Duterte für die Insel Mindanao, auf der Marawi liegt, suchten Sicherheitskräfte in der ganzen Stadt nach Aufständischen. Bei den Kämpfen zwischen Soldaten und bewaffneten Islamisten gab es nach offiziellen Angaben mindestens 19 Tote. Der örtliche Polizeichef wurde von den Islamisten enthauptet. Zudem nahmen die insgesamt etwa 100 Rebellen mehrere Zivilisten als Geiseln.

Philippinen: Unruhen in Marawi (Getty Images/AFP/T. Aljibe)

In den Straßen Marawis seien Maschinengewehrfeuer zu hören, berichten Zeugen.

Die meisten Aufständischen gehören zu einer Terrorgruppe namens Maute, die dem "Islamischen Staat" (IS) Treue geschworen hat. Dabei sind auch Mitglieder der Terrorgruppe Abu Sayyaf.

Geschäfte und Büros geschlossen

Wegen der Kämpfe sind in der Stadt mit mehr als 200.000 Einwohnern viele Behörden und Geschäfte geschlossen. Bürgermeister Majul Gandamra sagte in einem Rundfunkinterview: "Die Leute haben Schwierigkeiten, an Wasser und Nahrung zu kommen. Viele Einwohner hatten sich nach Beginn der Kämpfe am Dienstag auf den Weg in die nächstgelegene Stadt Iligan gemacht, die etwa 40 Kilometer entfernt ist.

Die Insel Mindanao ist die zweitgrößte Insel der Philippinen. Mehr als 20 Millionen Menschen leben dort. Zunächst soll das Kriegsrecht für 60 Tage gelten. Duterte hat aber schon angedeutet, es zu verlängern und auf das gesamte Land auszuweiten.

Islamistische Gruppen kämpfen in der Region gewaltsam für Unabhängigkeit oder Autonomie von den mehrheitlich katholischen Philippinen.

pg/kle (dpa, afp)