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Syrien-Krieg

Neue Hoffnung für Zivilisten in Aleppo

Die Evakuierung der Rebellengebiete im Osten der syrischen Großstadt ist wieder aufgenommen worden. Nach zähem Ringen soll sich nun auch der UN-Sicherheitsrat über die Entsendung von Beobachtern nach Aleppo einig sein.

Zehntausende Menschen halten sich im von Regierungstruppen belagerten Osten Aleppos auf - bei winterlichen Temperaturen und unter großen Entbehrungen. Die vereinbarte Evakuierung kam übers Wochenende ins Stocken, scheint jetzt jedoch wieder in Gang zu kommen: Die syrische Armee erlaubte einem Konvoi aus fünf Bussen und mindestens einem Krankenwagen, das umkämpfte Gebiet zu verlassen. Nach Angaben der türkischen Hilfsorganisation IHH befanden sich in den Fahrzeugen, die mittlerweile im westlich gelegenen Raschidin ankamen, rund 400 Menschen.
Auch aus den von Rebellen belagerten Orten al-Fua und Kafraja im Nordwesten des Landes fuhren rund zehn Busse mit ersten Zivilisten.

Am Sonntag hatte sich der Abtransport Tausender Menschen aus Aleppo - trotz einer entsprechenden Vereinbarung - zunächst verzögert. Grund dafür war offensichtlich ein Angriff auf einige Busse in der Nachbarprovinz Idlib.

Evakuierungsbusse in Syrien angegriffen (Foto: Reuters)

Brennende Busse in Idlib: Der Anschlag fand in der Nähe des von Rebellen belagerten schiitischen Dorfs Fua statt, aus dem zeitgleich mit der Evakuierung von Ost-Aleppo etliche Menschen in Sicherheit gebracht werden sollten

Harte Verhandlungen im Sicherheitsrat

Der UN-Sicherheitsrat wird nach Angaben von Diplomaten voraussichtlich an diesem Montag über eine Resolution zur Entsendung von Beobachtern nach Aleppo abstimmen. Eigentlich sollte dies schon am Sonntag geschehen. Die Abstimmung in New York musste jedoch verschoben werden, nachdem Russland einen von Frankreich eingebrachten Resolutionsentwurf als "Desaster" bezeichnet hatte.

Nach Angaben des französischen UN-Botschafters François Delattre konnten sich die 15 Länder im Sicherheitsrat mittlerweile aber auf einen Kompromiss-Text verständigen, den der russischer UN-Botschafter Witali Tschurkin als "gut" bewertete. US-Botschafterin Samantha Power erwartet nach eigenen Angaben eine einstimmige Verabschiedung des Textes im Sicherheitsrat.

wa/pab (dpa, afp, rtr)

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