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Aktuell Amerika

Neue Festnahmen nach Anschlag in Boston

Die US-Polizei hat nach dem Bombenanschlag auf den Marathon in Boston drei weitere verdächtige Studenten festgenommen. Zwei von ihnen sollen Studienkollegen des mutmaßlichen Attentäters Dschochar Zarnajew sein.

Die Behörden untersuchen nach eigenen Angaben, ob die nun Festgenommenen im Auftrag Zarnajews einen Rucksack weggeworfen hätten. Ergänzend hieß es, die beiden aus Kasachstan stammenden Studienkollegen des mutmaßlichen Attentäters seien bereits früher in Gewahrsam gewesen. Dabei sei es um die Verletzung von Visa-Bestimmungen gegangen. Die dritte Person habe die US-Staatsbürgerschaft. Die Festgenommenen erschienen noch am Mittwoch erstmals vor Gericht, wo ihnen eine Verschwörung zur Behinderung der Justiz sowie Falschaussage in einer Terrorermittlung vorgeworfen wurde. Die 19 Jahre alten Männer bleiben zunächst in Untersuchungshaft.

Falschaussagen gegenüber den Ermittlern

Mehrere US-Fernsehsender berichten, dass die Verdächtigen Gegenstände aus dem Wohnheim-Zimmer des mutmaßlichen Bombenlegers Dschochar Zarnajew entfernt hätten. Anschließend sollen sie die Ermittler angelogen haben. Die Studenten sollen mit Zarnajew an die Universität Massachusetts-Dartmouth gegangen sein, dem Sender NBC zufolge waren sie befreundet. Von dem Anschlag sollen die Verdächtigen im Vorfeld aber nichts gewusst haben.

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Boston: neue Verdächtige festgenommen

Als Hauptverdächtige für die Bombenexplosionen im Zieleinlauf des Boston Marathons gelten nach wie vor die beiden gebürtigen Tschetschenen Dschochar und Tamerlan Zarnajew. Der ältere der beiden Brüder, Tamerlan, wurde drei Tage nach dem Anschlag bei einer Verfolgungsjagd der Polizei erschossen. Der 19-jährige Dschochar wurde schwer verletzt und liegt derzeit in einem Gefängnis-Krankenhaus.

Keine Gefahr für die Bevölkerung

Nach der Festnahme der drei weiteren Verdächtigen gab die Polizei ausdrücklich Entwarnung für die Bevölkerung. Es bestehe keine Gefahr mehr. Bei dem Bombenanschlag waren vor rund zwei Wochen drei Menschen ums Leben gekommen und mehr als 200 verletzt worden.

Während der Jagd nach den zwei ersten Verdächtigen war die ganze Stadt Boston zeitweise lahmgelegt worden. Nach bisherigen Ermittlungen handelten die beiden Brüder allein, ohne direkten Kontakt zu islamistischen Terrorgruppen.

haz/resti (dpa, rtr, afp)

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