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Wirtschaft

Neue Ermittlungen gegen Deutsche Bank

Neuer Ärger für die Deutsche Bank: Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Vergleichs mit den Erben des Medienunternehmers Leo Kirch. Ein Aktionär hatte Anzeige erstattet.

Es gehe um den Vorwurf der Untreue, bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main einen Bericht der "Stuttgarter Zeitung".

Auslöser sei eine Strafanzeige eines Aktionärs, das Verfahren befinde sich in einem sehr frühen Stadium. Ein Sprecher der Bank erklärte: "Die Deutsche Bank kooperiert vollumfänglich mit der Staatsanwaltschaft."

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Nach jahrelangen juristischen Auseinandersetzungen um eine Verantwortung der Bank für die Pleite des Kirch-Medienkonzerns 2002 hatte sich das Institut im Februar 2014 mit den Kirch-Erben auf die Zahlung von 925 Millionen Euro geeinigt. Aktionäre kritisierten dies, schließlich hatte die Bank stets ihre Unschuld in diesem Fall betont.

Bei der Hauptversammlung im Mai 2015 warf Bank-Kritiker Michael Bohndorf dem Vorstand - namentlich Co-Chef Jürgen Fitschen - vor, er habe "offenbar wider besseres Wissen diesen Vergleich für die Bank geschlossen".

Akteneinsicht

Die Staatsanwaltschaft hat nach Angaben der Sprecherin den Text des Vergleichs von der Bank erhalten. Zusätzlich will die Behörde Akten aus dem Zivilverfahren zwischen Bank und Kirch-Erben einsehen.

Das kann allerdings dauern, da dieses Material durch den laufenden Strafprozess in München gebunden ist. Dort sind vor dem Landgericht Fitschen und vier ehemalige Topmanager der Deutschen Bank angeklagt. Der Vorwurf: Die Banker sollen mit Falschaussagen vor Gericht versucht haben, Schadenersatzzahlungen für die Kirch-Pleite zu verhindern. Die Angeklagten haben diese Vorwürfe zurückgewiesen.

bea/ul (dpa)