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Aktuell Deutschland

Neue Elite-Unis stehen fest

Im Kampf von 16 deutschen Unis um Anerkennung und sehr viel Geld sind die Entscheidungen gefallen: Es gibt elf strahlende Sieger - fünf steigen zur Elite auf, bei den Verlierern gibt es Überraschungen.

In Deutschland dürfen sich künftig elf Hochschulen mit dem Titel Elite-Universität schmücken, darunter sind fünf Aufsteiger: Die HU Berlin, die TU Dresden sowie die Unis Bremen, Köln und Tübingen. Weiterhin gefördert werden im Rahmen der Exzellenzinitiative die beiden Münchner Unis, die FU Berlin, die RWTH Aachen sowie die Unis in Konstanz und Heidelberg.

Die Entscheidung trafen die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), der Wissenschaftsrat sowie die Wissenschaftsminister von Bund und Ländern. Vorgestellt wurde das Ergebnis in Bonn. Von den bisherigen Elite-Hochschulen schafften es die Unis von Freiburg und Göttingen sowie das Karlsruher Institut für Technologie nicht wieder in den erlauchten Kreis. Auch die Universitäten in Bochum und Mainz hatten sich um den prestigeträchtigen Titel bemüht, gingen aber leer aus.

2,7 Milliarden Euro

Insgesamt standen 16 Universitäten zur Auswahl. Darunter waren neun Hochschulen als Sieger der ersten Exzellenz-Förderinitiative und sieben Neubewerber, die sich in einer Vorauswahl für diese zweite Phase durchgesetzt hatten.

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TU-Dresden wird Eliteuniversität

Bei der zweiten Exzellenzinitiative von Bund und Ländern ging es um die Vergabe von 2,7 Milliarden Euro Forschungsgeld, das die Universitäten bis zum Jahr 2017 zusätzlich erhalten. Davon trägt 75 Prozent der Bund, 25 Prozent zahlen die Länder. Bei der ersten Exzellenzinitiative waren in den Jahren 2006 bis 2009 rund 1,9 Milliarden Euro Forschungsgeld an die Sieger-Unis gezahlt worden.

Mit der 2005 beschlossenen Exzellenzinitiative soll der Wissenschaftsstandort Deutschland ausgebaut und die internationale Konkurrenzfähigkeit der deutschen Hochschulen verbessert werden.

Was wird gefördert?

Bei der Förderung gibt es drei Säulen: Es geht erstens um Promotionsprogramme (Graduiertenschulen), zweitens um fachübergreifende Forschungsverbunde verschiedener Wissenschaftsdisziplinen (Exzellenzcluster) und drittens um Zukunftskonzepte der Universität selbst. Nur wer in den ersten beiden Fördersäulen überzeugt und dort jeweils auch den Zuschlag für seine Projekte bekommt, hat die Chance, sein Zukunftskonzept durchzuboxen.

Die Exzellenzinitiative läuft nach bisheriger Planung 2017 aus. Für den Bund ist es bislang nur erlaubt, Hochschulen zeitlich befristet und auf Projektbasis finanziell zu unterstützen. Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat deshalb eine Grundgesetzänderung auf den Weg gebracht. Der Bund soll damit künftig die Möglichkeit bekommen, auch dauerhaft wissenschaftliche Einrichtungen an Hochschulen zu fördern - und nicht wie bisher nur zeitlich begrenzte Projekte.

hp/sti (dpa, afp, dapd)

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