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Sport

Neue Dopingvorwürfe gegen Armstrong

Die Anti-Doping-Agentur der USA hat Ex-Radstar Lance Armstrong gesperrt. Sie wirft ihm vor, über Jahre gedopt zu haben. Armstrong spricht von einer "Hexenjagd".

Ex-Radprofi Lance Armstrong. Foto: AP

Lance Armstrong

Auch nach seinem Rücktritt vom Profiradsport wird Lance Armstrong das Thema Doping nicht los. Die Anti-Doping-Agentur der USA (USADA) hat den siebenmaligen Tour-de- France-Gewinner formal des Dopings angeklagt. In einem 15 Seiten umfassenden Schreiben informierte die USADA Armstrong darüber, dass mutmaßliche Dopingproben von ihm aus den Jahren 2009 und 2010 "vollkommen mit Proben übereinstimmen, an denen Blutmanipulation, inklusive EPO und/oder Blut-Transfusionen vorgenommen wurden". Armstrong wurde ab sofort für alle Wettkämpfe gesperrt. Der 40-Jährige startet seit dem Ende seiner Radsport-Karriere 2011 bei Triathlon-Rennen und hatte auch eine Teilnahme an der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii geplant.

EPO, Testosteron, Wachstumshormone?

Die USADA verweist auf Aussagen mehrerer Fahrer "mit Wissen aus erster Hand". Diese hätten übereinstimmend erklärt, dass Armstrong zwischen 1998 und 2005 EPO und Testosteron genommen, Blut-Transfusionen genutzt sowie Dopingmittel vertrieben und verwaltet habe. Die Profis, so die Dopingfahnder, bezeugten zudem, dass der Radstar bereits vor seiner Krebserkrankung 1996 mit dem menschlichen Wachstums-Hormon HGH gedopt habe. Die USADA behauptet, dass Armstrong und weitere fünf Team-Mitglieder, darunter auch der sportliche Leiter Johan Bruyneel, zwischen 1998 und 2011 an massiven Doping-Verschwörungen beteiligt gewesen seien.

Ex-Radprofi Lance Armstrong bei einem Triathlon. Foto: AP

Armstrong darf vorerst keine Triathlon-Wettkämpfe mehr bestreiten

Armstrong spricht von Hexenjagd

Armstrong bezeichnete die Vorwürfe im Internet-Dienst Twitter als "Hexenjagd" mit dem Ziel, ihm seine sieben Tour-de-France-Siege, die er sich verdient habe, abzuerkennen. "Ich habe nie gedopt und bin im Gegensatz zu vielen meiner Ankläger 25 Jahre als Ausdauer-Athlet angetreten, ohne dass meine Leistung plötzlich angestiegen ist", sagte Armstrong. Er sei mehr als 500 Mal kontrolliert und nie positiv getestet worden. Sechs positive Dopingproben aus dem Jahr 1999 konnten Armstrong zwar zugeordnet werden, wurden aber nie rechtskräftig.

In der Vergangenheit war Armstrong immer wieder von ehemaligen Teammitgliedern des Dopings beschuldigt worden, etwa von den als Dopingsünder überführten Fahrern Tyler Hamilton und Floyd Landis. Stets war Armstrong aber straffrei davon gekommen. Im Februar hatte die US-Staatsanwaltschaft ihre Untersuchungen gegen den Rekordsieger der Tour de France ohne Angabe von Gründen eingestellt. Die Ermittler hatten versucht zu klären, ob während Armstrongs Zeit beim von der Regierung gesponserten amerikanischen Rennstall US Postal ein systematisches Dopingprogramm aufgebaut wurde.

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