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Aktuell Europa

Neue bulgarische Regierung will nach Westen blicken

Richtungswechsel in Sofia: Ein eher Russland-freundliches Kabinett wird von einem Regierungsteam abgelöst, das vor allem bei EU und NATO Punkte machen will. Doch hat es nur ein begrenztes "Mindesthaltbarkeitsdatum".

Bulgarien - das ärmste Land in der Europäischen Union - wird nach dem Scheitern einer Russland-freundlichen Regierung nun übergangsweise von einem westlich gesinnten Interimskabinett regiert. Der bürgerliche Staatschef Rossen Plewneliew (Artikelfoto, r.) stellte in der Hauptstadt Sofia das von ihm ausgewählte Team vor. Hauptaufgabe des Kabinetts wird es sein, das von Krisen erschütterte Balkanland zu stabilisieren und die für den 5. Oktober geplante Neuwahl vorzubereiten.

Interimsregierungschef wird der 57 Jahre alte Jurist Georgi Blisnaschki (l.), der versprach, für "mehr Stabilität, Dialog und Transparenz der Regierung" zu sorgen. Er wolle das angeschlagene Image Bulgariens bei EU und NATO verbessern. Dabei wird ihm der neue Außenminister Daniel Mitow, ein 36-jähriger Politologe, zur Seite stehen. Das Finanzressort übernimmt Rumen Poroschanow. Der 49 Jahre alte Ex-Chef der Zahlungsagentur für EU-Agrarhilfen wird sich nun mit der Krise der viertgrößten Bank im Lande befassen müssen.

Ressortchefs mit EU- oder USA-Vergangenheit

Die Minister sind in der EU und den USA ausgebildet worden oder haben dort gearbeitet. Die Übergangsregierung soll den Partnerschaftsvertrag mit der EU-Kommission unterzeichnen und die Einführung des Euro in dem südosteuropäischen Land vorbereiten.

Das Kabinett wird regieren, bis nach der Parlamentsneuwahl eine reguläre Regierung steht. Die zweite Abstimmung binnen anderthalb Jahren war notwendig geworden, weil die Sozialisten mit ihrer erst Ende Mai 2013 ins Amt gekommenen Koalitionsregierung scheiterten.

sti/uh (dpa, rtr)

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