Neue Beweise im russischen Dopingskandal | Sport | DW | 28.11.2017
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Doping in Russland

Neue Beweise im russischen Dopingskandal

Die Tagebücher Grigori Rodschenkows, Whistleblower und Kronzeuge im russischen Dopingskandal, könnten zu den wichtigsten Beweisen in der Untersuchung zum systematischen Doping im russischen Sport werden.

Wie die "New York Times" am Dienstag berichtete, geben zwei handgeschriebene Notizbücher von Whistleblower Grigori Rodschenkow neue und detaillierte Einblicke in das russische Dopingnetzwerk. Der ehemalige Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors ist einer von zwei Kronzeugen in der Untersuchung der Disziplinarkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Rodschenkow, der an einem unbekannten Ort in den USA lebt, verhalf russischen Athleten über Jahre hinweg, durch Doping Vorteile zu gewinnen.

Die beiden Notizbücher beschäftigen sich mit den Jahren 2014 und 2015 und belegen neben der Größe des russischen Dopingnetzwerks auch detailliert die Verwicklung von Regierungsmitgliedern und russischen Olympia-Offiziellen. Rodschenkow beschreibt in seinen Notizen ausführlich Gespräche mit hochrangigen Offiziellen zum Thema Doping. Unter ihnen befindet sich auch der frühere russische Sportminister Witali Mutko, derzeit stellvertretender Premierminister Russlands.

Am 5. Dezember will die IOC-Exekutive unter Leitung ihres deutschen Präsidenten Thomas Bach entscheiden, was für Konsequenzen aus den dann vorliegenden Erkenntnissen der beiden Kommission gezogen werden müssen. Die Strafe für Russland kann im schlimmsten Fall der Komplett-Ausschluss von den Winterspielen in Pyeongchang vom 9. bis 25. Februar sein.

asz (dpa, sid)

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