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Justiz

Neue Berufung im Fall Oscar Pistorius

Sechs Jahre Haft - für die Ankläger ist das zuwenig. Deshalb fechten sie das Urteil gegen den früheren Spitzensportler aus Südafrika erneut an. Das jahrelange juristische Tauziehen geht weiter.

Südarfika Pretoria Oscar Pistorius vor Gericht (Reuters/M. Longari)

"Gefallener Held": Pistorius im Sommer 2016 vor Gericht

Im Fall des wegen Totschlags verurteilten südafrikanischen Ex-Sprintstars Oscar Pistorius wird es eine neue Berufungsverhandlung geben. Auf Antrag der Staatswanwaltschaft wird das höchste Berufungsgericht des Landes in Bloemfontein Anfang November den Fall prüfen. Im August 2016 waren die Ankläger mit ihrem Ansinnen noch vor Gericht gescheitert.

Der unterhalb beider Knie amputierte frühere Spitzensportler hatte am Valentinstag 2013 seine damalige Freundin Reeva Steenkamp erschossen. Nach einer dreijährigen juristischen Auseinandersetzung wurde Pistorius 2016 in einem Berufungsverfahren wegen Totschlags zu sechs Jahren Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft will ein höheres Strafmaß erreichen.

Vier Schüsse durch die Tür

Pistorius hatte Steenkamp mit vier Schüssen durch die Toilettentür getötet. Er beteuerte stets, einen Einbrecher hinter der Tür vermutet zu haben. Die Richter kamen in zweiter Instanz jedoch zu dem Schluss, dass die Tat "in krimineller Absicht" verübt wurde. Richterin Thokozile Masipa nannte Pistorius bei der Urteilsverkündung im Juli 2016 einen "gefallenen Helden".

Südafrika hatte den ehemaligen Sprinter wegen seiner sportlichen Erfolge einst gefeiert. Mit Hilfe von Prothesen gelangte er zu Weltruhm. Er gewann mehrere Preise bei den Paralympics und startete 2012 als erster beinamputierter Sportler bei den Olympischen Spielen in London.

jj/ml (dpa, rtr)

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