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Hauptstadtflughafen

Neue Baustelle am BER: Vorläufiges Regierungsterminal

Staatsgäste im Landeanflug auf Berlin sollen ab 2018 ein Provisorium am neuen Hauptstadtflughafen BER ansteuern. Grund sind die andauernden Verzögerungen beim Bau des neuen Großflughafens.

Baustelle am Hauptstadtflughafen BER (picture-alliance/dpa/P. Pleul)

Seit zehn Jahren wird an der Baustelle BER gewerkelt

Am künftigen Hauptstadtflughafen soll Anfang nächsten Jahres der zusätzliche Bau eines Übergangsterminals für die Bundesregierung beginnen. Der Auftrag dafür solle noch vor Jahresende vergeben werden, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller. Der SPD-Politiker ist auch Vorsitzender des Aufsichtsrat der Betreibergesellschaft aller Berliner Flughäfen. Die Gesellschaft ist Bauherr des neuen internationalen Großflughafens BER.

Die Entscheidung für eine Übergangslösung als zeitweiliger "Bundesflughafen" kam überraschend, die Begründung allerdings nicht. Schuld hat nämlich die Dauerbaustelle des Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt - kurz BER. Der hätte bereits vor fünf Jahren eröffnet werden sollen - inklusive des bereits eingeplanten Terminals für Regierungsmitglieder und Staatsgäste.

BER-Regierungsterminal vorerst blockiert

Doch sämtliche geplanten - insgesamt fünf - Eröffnungstermine platzten, wegen Technikproblemen, Baumängeln und Planungsfehlern. Wann genau der zukünftig drittgrößte deutsche Flughafen tatsächlich in Betrieb geht, steht immer noch in den Sternen. "Sie wissen, dass 2017 ein wirklich ambitioniertes Ziel ist", sagte Müller über den immer enger werdenden Zeitplan. Möglicherweise öffne der BER auch erst Anfang 2018.

Doch auch nach der lang erwarteten BER-Eröffnung soll es noch fünf Jahre dauern, bis das eigentliche Regierungsterminal genutzt werden kann. Bis dahin muss sein Standort übergangsweise für die Abfertigung ziviler Passagiere genutzt werden. Denn der BER ist schon vor der Eröffnung mit einer veranschlagten Jahreskapazität von 27 Millionen Passagieren zu klein. An den Alt-Flughäfen Tegel und Schönefeld wurden in diesem Jahr schon 30 Millionen Fluggäste abgefertigt, sagte ein Unternehmenssprecher der Nachrichtenagentur dpa. Im Gesamtjahr laufe es auf rund 33 Millionen Passagiere hinaus.

Deshalb hat der Aufsichtsrat nun umdisponiert: Ein Provisorium am Rande des BER-Geländes wird bis zur Inbetriebnahme des ursprünglichen Terminals zum Regierungsflughafen. Einziger Bewerber für das spontane Bauvorhaben ist der Baukonzern Züblin, veranschlagt sind für das vorläufige Terminal rund 70 Millionen Euro. Damit könnte der Protokollbereich voraussichtlich im Sommer 2018 vom Flughafen Tegel auf das BER-Gelände umziehen. Die seit Jahren strittigen Bedingungen für den Bau des endgültigen Regierungsterminals sind aber zwischen der Flughafengesellschaft und dem Bund noch nicht abschließend geklärt, wie Müller sagte.

myk/qu (dpa)

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