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Afrika

Neue Attacken auf UN-Posten in Mali

Verteidigungsministerin von der Leyen hatte es erst kürzlich betont: Die Blauhelm-Mission in Mali ist der aktuell gefährlichste UN-Einsatz. Neue Anschläge in dem westafrikanischen Land bestätigen diese Einschätzung.

Bei zwei Angriffen auf UN-Stützpunkte in Mali sind mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Generalsekretär António Guterres verurteilte die Attacken und betonte in einer in New York verbreiteten Erklärung, dass Angriffe auf UN-Friedenstruppen nach internationalem Recht als Kriegsverbrechen gelten könnten. 

Am Montagabend überfielen unbekannte Angreifer ein UN-Lager in Timbuktu, wie die UN-Friedensmission Minusma mitteilte. Bei dem Überfall und der anschließenden Verfolgung der Angreifer starben insgesamt 13 Menschen, unter ihnen fünf malische Wachtposten, ein Polizist und ein Zivilist.

Sechs Angreifer wurden bei der anschließenden Verfolgung getötet, bei der auch Hubschrauber eingesetzt wurden. Sieben Personen seien bei diesem Überfall verletzt worden, unter ihnen auch mehrere UN-Soldaten.

Schon am frühen Montagmorgen waren vier Menschen bei einem Überfall auf einen UN-Stützpunkt in Douentza ums Leben gekommen. Minusma-Befehlshaber Mahamat Saleh Annadif verurteilte die Angriffe als "abscheuliche Verbrechen". Zunächst bekannte sich niemand zu den Attacken.

Die Bundeswehr ist in Gao präsent

Mali war nach einem Militärputsch im März 2012 ins Chaos gestürzt, mehrere islamistische Gruppierungen brachten den Norden des Landes unter ihre Kontrolle. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff im Januar 2013 militärisch ein. Sie wird inzwischen von der UN-Mission (Minusma) unterstützt, an der auch die Bundeswehr mit fast 900 Soldaten beteiligt ist.

Die Bundeswehrsoldaten sind in der Stadt Gao im Nordosten des Landes stationiert. Ende Juli starben zwei deutsche Soldaten bei einem Hubschrauberabsturz in Mali. An den Trauerfeierlichkeiten vor Ort nahm auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen teil

In Mali kommt es immer wieder zu Angriffen auf Blauhelme. Die Terrororganisation Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) und andere extremistische Gruppen sind vor allem im Norden Malis aktiv. Der Blauhelm-Einsatz in Mali ist derzeit der gefährlichste UN-Einsatz. Mehr als 15.000 UN-Soldaten und Polizisten bemühen sich um eine Stabilisierung des Landes.

haz/cw (rtr, afp, dpa)

 

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