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Deutschlehrer-Info

Neu im Wörterbuch: Schland

Ein Fußballspiel der deutschen Nationalmannschaft ohne „Schlaaand“-Rufe der Fans? Das ist seit der WM 2006 undenkbar. Acht Jahre später gehört der Begriff nun auch ganz offiziell zum deutschen Wortschatz.

Während der Fußballweltmeisterschaft 2014 war das Wort in Deutschland allgegenwärtig: „Schland“. Nun wurde es vom Mannheimer Institut für Deutsche Sprache (IDS) in sein Nachschlagewerk „Neuer Wortschatz“ aufgenommen. Laut Wörterbucheintrag bedeutet „Schland“: „Deutschland als Land, dessen Bewohner ihre Fußballnationalmannschaft in einer Welt- oder Europameisterschaft feiern.“

Den Ausdruck „Schland“, ausgesprochen mit einem langgezogenen „a“ – also: „Schlaaaaand“ – gibt es jedoch nicht erst seit 2014. Entdeckt und in Umlauf gebracht wurde das Wort während der Fußball-WM 2002 von Fernsehmoderator Stefan Raab. In seiner Sendung „TV total“ hatte sich der Entertainer über deutsche Fußball-Fans lustig gemacht, in deren Jubelrufen „Deutschland“ zu „Schlaaaaand“ verkümmert war.

Doch Stefan Raab, der sich den Begriff mit einem Patent schützen ließ, hatte zunächst Mühe, ihn zu etablieren. Zum Durchbruch verhalf dem Schlachtruf schließlich die WM 2006 in Deutschland und die Euphorie, die die erfolgreich spielende deutsche Nationalmannschaft und die vielen Fan-Feste mit internationalem Publikum bei schönstem Sommerwetter auslösten. Aber wie wird „Schland“ eigentlich verwendet? Ein Blick ins Wörterbuch hilft. Dort steht: „Schland rufen“, „Schland brüllen“ oder „Schland grölen“. Auch „Schland, ein fröhliches Schland“ ist zu finden – sicher auch wieder als T-Shirt-Aufdruck beim nächsten großen Fußballturnier.

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