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Kultur

Neu im Kino: Sensibles Drama, romantische Komödie und etwas Hollywood

Ob sensibles Drama oder romantische Komödie - Abwechslung als Abhilfe gegen den Herbstblues bieten drei neue Kinofilme, darunter ein deutscher, ein französischer und einer aus Hollywood.

Filmanzeigewand: Neu im Kino

Der Herbst hat einges zu bieten an neuen Filmen

"So viele Jahre liebe ich dich" ist das sensible Filmdebüt des französischen Schriftstellers Philippe Claudel. Zentrale Figur ist Juliette Fontaine (gespielt von Kristin Scott Thomas, die dem Zuschauer aus Filmen wie "Mission: Impossible" und "Der Pferdeflüsterer" bekannt ist). Sie wird nach einer jahrelangen Haftstrafe aus dem Gefängnis entlassen und zieht zunächst bei ihrer jüngeren Schwester Lea (Elsa Zylberstein) ein.

Szenenfoto So viele Jahre liebe ich dich: Juliette Fontaine mit ihrer Schwester

Juliette (Kristin Scott Thomas, rechts) findet nur schwer in ein normales Leben zurück

Von da an erzählt der Film die schwierige Phase, in der die beiden Schwestern wieder zueinander finden und gegenseitiges Vertrauen zurückgewinnen müssen. Anfangs sind sich beide sehr fremd und gerade Leas Familie fällt es schwer, die neue Tante zu akzeptieren. Juliettes Vergangenheit lastet schwer auf ihr und sie ist gekennzeichnet von den eigenen Vorwürfen angesichts ihrer Schuld. Dadurch gelingt es ihr trotz der bedingungslosen Liebe ihrer Schwester nur schwer, im hier und jetzt anzukommen.

Der Zuschauer wird zunächst im Unklaren über Juliettes Verbrechen und dessen Hintergründe gelassen. Einzig die Familie weiß davon und so schwebt das dunkle Geheimnis der Vergangenheit drohend über dem Geschehen.

Das französisch-deutsche Drama feierte bereits im Februar 2008 auf der Berlinale Premiere und wurde dort mit viel Anerkennung und gleich zwei Preisen bedacht. Philippe Claudel, der zuvor Romane geschrieben hat, begründete sein Wechsel vom Schreibtisch auf den Regiestuhl damit, dass er schon immer Bilder erschaffen wollte.

Filmplakat Im Winter ein Jahr

"Im Winter ein Jahr" erhielt das Prädikat besonderes wertvoll

Neues Drama von Caroline Link

Beim 33. Filmfest in Toronto, der wichtigsten Filmschau Nordamerikas, feierte Caroline Links neues Werk "Im Winter ein Jahr" Weltpremiere. Das subtil poetisch inszenierte Drama verdient nach Meinung der Filmbewertungsstelle Wiesbaden (FBS) das Prädikat "besonders wertvoll": Es handele sich um einen "intimen Film, einen großen Film".

Im Mittelpunkt des Dramas steht die Trauer einer Familie, nachdem der Sohn sich das Leben genommen hat. Ein Jahr nach dem Tod des Sohnes Alexander, bittet Eliane (Corinna Harfouch, unter anderem bekannt aus "Bibi Blocksberg" und "Der Untergang") den Maler Max Hollander (Josef Bierbichler) ein Portrait ihrer beiden Kinder anzufertigen.

Szenenfoto Im Winter ein Jahr: Lilli begutachtet die erste von Max hollander angefertigte Skizze (Constantin Filmverleih GmbH)

Szenenfoto "Im Winter ein Jahr": Lilli (Karoline Herfurth) und Max Hollander (Josef Bierbichler)

Alexanders Schwester Lilli kann sich allerdings nicht damit abfinden, dass ihre Mutter den toten Bruder als Dekoration an der Wand hängen sehen möchte. Erst nach und nach bröckelt ihre Ablehnung, als sie sich mit dem Künstler anfreundet und anfängt, die Trauer um Alexander zu verarbeiten. So stehen bald zentral die Gespräche zwischen dem alternden Künstler und Lilli, die nach dem Tod des Bruders den Boden unter den Füßen verloren hat, im Vordergrund. Langsam entfaltet Caroline Link in ihrem vierten Spielfilm die Hintergründe ihrer Protagonisten und zeigt ihren Weg aus der Trauer.

Beziehungschaos vorprogrammiert!

Ganz anders als die tiefgründigen, europäischen Dramen wartet Hollywood diese Woche mit einer beschwingten Romantikkomödie gegen den trist-grauen Herbstalltag auf. Griffin Dunnes hat sich für seinen neuen Film gleich mehrere Hollywoodgrößen ins Boot geholt: Die blonde Schönheit Uma Thurman (bekannt unter anderem aus "Die Super-Ex" und "Kill Bill"), der gebürtige Brite Colin Firth ("Bridget Jones") und der zuletzt in "P.S. Ich liebe dich" zu sehende Jeffrey Dean Morgan geben sich in "Zufällig verheiratet" die Klinke in die Hand.

Szenenfoto Zufällig verheiratet: Emma mit ihrem Verlobten Richard AP Photo/Buena Vista, Myles Aronowitz)

Eigentlich ist Emma (Uma Thurman) ja glücklich mit ihrem Verlobten Richard (Colin Firth)

Dr. Emma Lloyd (Thurman) ist Beraterin ihrer eigenen Beziehungsshow im Radio. Nachdem sie einer Anruferin geraten hat, sich von ihrem Verlobten zu trennen, sinnt dieser - der Feuerwehrmann Patrick Sullivan (Morgan) - auf Rache. Er hackt sich kurzerhand in das New Yorker Bürgerregister, um sich und die verhasste Liebes-Doktorin zu Mann und Frau zu erklären. Da Emma selber gerade mitten in ihren Vorbereitungen zu ihrer eigenen Hochzeit mit ihrem Verleger/Verlobten Richard (Colin Firth) steckt, bleibt die kleine Manipulation nicht lange unbemerkt. Natürlich versucht Emma sofort, ihren zufälligen Ehemann aufzuspüren und den Irrtum aus der Welt zu schaffen. Dass sie dabei ins Grübeln über ihre jetzige Beziehung gerät, ist sicherlich keine große Überraschung.

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