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Kultur

Neu auf DVD: Verführt und Verlassen

Wie funktioniert das Filmgeschäft? Überaus aufschlussreiche Antworten geben uns der Regisseur James Toback und der Schauspieler Alec Baldwin: Ein Blick hinter die Kulissen des Filmgeschäfts.

Zwei Männer auf der Croisette bei den Filmfestspielen in Cannes. Sie suchen Produzenten für ihren neuen Film. Zehn bis 15 Millionen Dollar sollte das Budget schon ausmachen. Die beiden planen eine Art Neuauflage des Klassikers "Der letzte Tango in Paris". Die Besetzung der Hauptrollen steht auch schon fest: die amerikanische Schauspielerin Neve Campbell ("Scream") und Alec Baldwin. Letzterer ist einer der Beiden, den der Zuschauer anderthalb Stunden in Cannes während der Filmfestspiele begleitet. Der andere ist der US-Filmregisseur James Toback.

Dieser hat den Film "Verführt und Verlassen" auch inszeniert, wobei das Wort Inszenierung nicht richtig umschreibt, um was es hier geht. "Verführt und Verlassen" ist eine Art Dokudrama mit einem echten Schauspieler und einem echten Regisseur und einer gefakten Handlung. Denn Toback/Baldwin geben nur vor, die Neuauflage von "Der letzte Tango in Paris" verfilmen zu wollen. Ihn geht es darum aufzuzeigen, wie das mit dem Filmemachen à la Hollywood geht. Sie sitzen also bei schwergewichtigen und schwerreichen Produzenten und testen ihren Wert. Der fällt in den meisten Gesprächen vernichtend aus. Aus dem Projekt wird wohl nichts werden. Warum das so ist, davon erzählt dieser Film.

Das Ganze wird ergänzt durch aufschlussreiche Interviews mit Regiegrößen wie Martin Scorsese, Francis Ford Coppola und Bernardo Bertolucci (im Bild links mit Regisseur James Toback), der einst mit "Der letzte Tango in Paris" einen Welterfolg feierte.

James Toback: Verführt und Verlassen, USA 2013, 98 Minuten, auf DVD erschienen beim Anbieter "Weltkino".