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Kultur

Neu auf DVD: Le Passé

Der iranische Regisseur Asghar Farhadi ist ein großer Menschenkenner. Das zeichnet seine Filme aus. Für "Nader und Simin" bekam er einen Goldenen Bären. Der Nachfolgefilm "Le Passé" liegt nun auf DVD vor.

Als der iranische Regisseur Asghar Farhadi 2011 für sein im Iran angesiedeltes Scheidungsdrama "Nader und Simin" den Hauptpreis der Berlinale bekam und im folgenden Jahr den Oscar für den besten fremdsprachigen Film, da staunte die Fachwelt. Dabei hatte der Regisseur schon 2009 mit "Alles über Elly" ebenfalls bei der Berlinale für Aufsehen gesorgt.

Weltweites Renomée

Doch erst Goldener Bär und Oscar machten aus Farhadi einen weltbekannten Filmemacher. Kein Zufall also, dass dem Regisseur nach "Nader und Simin" alle Möglichkeiten offen standen, auch international zu produzieren. Vor allem weil Farhadi sich mit öffentlichen Äußerungen zur Politik seines Heimatlandes - im Gegensatz etwa zu Kollegen wie Jafar Panahi oder Mohammad Rasoulof - zurückhielt.

"Le Passé" knüpft nun an den Vorgängerfilm an, weil er über ein Paar erzählt, dass den Scheidungsprozess schon hinter sich hat - nur nicht bis zum formellen Vollzug. Hier setzt Farhadi an. Ahmad (Ali Mosaffa) reist aus Teheran nach Paris um mit seiner Ex-Frau Marie (Bérénice Bejo) die Scheidung zu vollziehen. Vier Jahre haben die beiden sich nicht mehr gesehen.

Komplexes Beziehungsspiel

Was folgt, ist ein überaus komplexes Spiel um aktuelle und vergangene Beziehungen, um kleinste psychologische Veränderungen, Fragen und Antworten, Hoffnungen und Trauer. Hollywood hätte aus dem Stoff wohl ein vorhersehbares Drama um zwei Liebende, die sich wieder annähern, gemacht. Der iranische Regisseur hatte anderes im Sinn. Der Zuschauer verfolgt das mit wachsender Spannung und erlebt im Laufe der Handlung viele Überraschungen.

Asghar Farhadi: Le Passé - Das Vergangene, Frankreich/Italien 2013, 130 Minuten, mit Bérénice Bejo, Ali Mosaffa, Tahar Rahim u.a., auf DVD beim Camino-Filmverleih im Vertrieb von Arthaus.

Als der iranische Regisseur Asghar Farhadi 2011 für sein im Iran angesiedeltes Scheidungsdrama "Nader und Simin" den Hauptpreis der Berlinale bekam und im folgenden Jahr den Oscar für den besten fremdsprachigen Film, da staunte die Fachwelt. Dabei hatte der Regisseur schon 2009 mit "Alles über Elly" ebenfalls bei der Berlinale für Aufsehen gesorgt.

Weltweites Renommee

Doch erst Goldener Bär und Oscar machten aus Farhadi einen weltbekannten Filmemacher. Kein Zufall also, dass dem Regisseur nach "Nader und Simin" alle Möglichkeiten offen standen, auch international zu produzieren. Vor allem weil Farhadi sich mit öffentlichen Äußerungen zur Politik seines Heimatlandes - im Gegensatz etwa zu Kollegen wie Jafar Panahi oder Mohammad Rasoulof - zurückhielt.

"Le Passé" nun knüpft an den Vorgängerfilm an, weil er über ein Paar erzählt, dass den Scheidungsprozess schon hinter sich hat - nur nicht bis zum formalen Vollzug. Hier setzt Farhadi an. Ali Mosaffa reist aus Teheran nach Paris um mit seiner Ex-Frau die Scheidung zu vollziehen. Vier Jahre haben die beiden sich nicht mehr gesehen.

Komplexes Beziehungsspiel

Was folgt ist ein überaus komplexes Spiel um aktuelle und vergangene Beziehungen, um kleinste psychologische Veränderungen, Fragen und Antworten, Hoffnungen und Trauer. Hollywood hätte aus dem Stoff wohl ein vorhersehbares Drama um zwei Liebende, die sich wieder annähern, gemacht. Der iranische Regisseur hatte anderes im Sinn. Der Zuschauer verfolgt das mit wachsender Spannung und erlebt im Laufe der Handlung viele Überraschungen.

Asghar Farhadi: Le Passé, Frankreich/Italien 2013, 130 Minuten, mit Bérénice Bejo, Ali Mosaffa, Tahar Rahim u.a., auf DVD im Camino-Filmverleih im Vertrieb von Arthaus erschienen.