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Kultur

Neu auf DVD: Girlfriend Experience

Steven Soderbergh nimmt Abschied vom Kino - mit zwei Filmen auf DVD und auf großer Leinwand.

Steven Soderbergh hat diese Woche noch einmal bekräftigt, dass er mit dem Filmemachen aufhören werde - zumindest für fünf Jahre. Soderbergh gehört seit seinem Debüt, dem 1989 in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichneten "Sex, Lügen und Video", zu den aufregendsten und innovativsten Regisseuren der USA. Zum Abschied kann man sich jetzt seinen letzten Film, den bereits auf der Berlinale vorgestellten Psychopharmaka-Thriller "Side Effects" in den deutschen Kinos anschauen (Start am 25. April).

Gleichzeitig liegt einer seiner letzten Produktionen, die in Deutschland schon gar nicht mehr ins Kino kamen, auf DVD vor. "Girlfriend Experience" ist der Versuch die Themen Weltwirtschaftskrise und Prostitution auf einen Nenner zu bringen. Soderbergh zeigt uns in bewährter, ein wenig verwirrender Montagetechnik, Erlebnisse und Eindrücke einer Edelprostituierten in New York. Ihre Geschäfte macht sie vornehmlich im Milieu der Banker und Broker. Ein etwas glatt inszenierter Film zwischen Kunst und Kommerz. Ein Nebenwerk im umfangreichen Werk des Regisseurs.

Wie man überhaupt sagen muss, dass Soderbergh nach vielen meisterlichen Filmen in jüngster Zeit in eine Krise geschlittert ist. In den 1990er Jahren und in der ersten Hälfte des neuen Jahrtausends hatte es dieser ungemein fleißige Regisseur ("Ich bin wie Fassbinder, nur ohne das Koks und die Nutten") geschafft, zwischen Kunstfilm und Blockbustern ("Ocean Eleven") hin und her zu pendeln und auf beiden Gebieten Erfolg zu haben. In den letzten Jahren ist ein wenig die Luft raus. Insofern ist die Pause vielleicht gut - und die Freude dann über ein Kinocomeback in ein paar Jahren umso größer.

Steven Soderbergh: Girlfriend Experience, USA 2009, 73 Minuten, mit Sasha Grey, Chris Santos, Jeff Grossmann, Timothy Davis u.a., als DVD und BluRay bei Koch Media erschienen.

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