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Filme

...neu auf DVD: die Edition "Traum und Wirklichkeit"

Das Kino war schon immer der kleinere Bruder des Traums. Film und Phantasie sind untrennbar miteinander verbunden. Daran erinnert eine schöne DVD-Edition mit 13 Filmen zum Thema "Traum und Wirklichkeit".

Wenn der Psychiater Sam Foster (Ewan McGregor) im Film "Stay" nach der tieferen Wahrheit forscht, stößt er immer wieder an Grenzen. Was ist wahr, was ist Wahn? Um diese Fragen geht es im Film des gebürtigen Deutschen Marc Forster. Es sind Grenzen zwischen Realität und Einbildung, mit denen Sam Foster sich immer wieder konfrontiert sieht. Es sind aber auch Grenzen zwischen der "ganz normalen" Handlung des Films und der Frage, woran man sich beim Betrachten von "Stay" überhaupt noch festhalten kann. Insofern wird der Film auch zu einer ganz besonderen Seherfahrung für die Zuschauer.

Dass der Regisseur seinem Hauptcharakter einen (fast) identischen Familiennamen verliehen hat, kann man als pointierte Anspielung verstehen. Vielleicht hat auch Marc Forster am Ende nicht mehr ganz genau gewusst, was er da inszeniert. Das muss kein Nachteil sein. Das Kino hat sich immer wieder zu den schönsten und kühnsten Höhen aufgeschwungen mit Filmen, die alle Fesseln des konventionellen Erzählens sprengten.

Die "Süddeutsche Zeitung", die seit ein paar Jahren immer wieder schön zusammengestellte DVD-Editionen zu einem günstigen Preis herausbringt, hat sich nun dem Thema "Traum und Wirklichkeit" angenommen. 13 Filme stehen auf dem Programm, Klassiker aus Europa und Hollywood, Neues und Altes, Bekanntes und wieder zu Entdeckendes. Alfred Hitchcocks berühmter Film "Spellbound" mit der legendären Traumsequenz, die Salvador Dalí damals für den Meisterregisseur entworfen hat, ist ebenso dabei wie der filmende Surrealist Luis Buñuel ("Die Milchstraße"). Ingmar Bergmans religiöses Traumspiel "Das siebente Siegel" ist vertreten, auch Orsons Welles phantastische Kafka-Adaption "Der Prozess". Deutschland ist mit einem ganz neuen Film dabei, Christian Petzolds "Yella", sonst dominiert Hollywood. Das hat durchaus seine Berechtigung, ist das Thema bei den findungsreichen Special-Effects-Tüftlern doch in guten Händen. Dabei muss es gar nicht immer martialisch zugehen, wie beispielsweise die wunderbar verträumte Science-Fiction Phantasie "Solaris" von Steve Soderbergh beweist. Die überzeugendsten Bewusstseinsverschiebungen kommen sowieso meist leise und kaum spürbar daher - bis man als Zuschauer merkt, dass man sich urplötzlich in einer anderen Welt befindet.

"Traum und Wirklichkeit", 13 Filme erschienen bei der "Süddeutschen Zeitung", als Gesamtedition und als Einzel-DVD erhältlich.

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